Ilsestädter in der Abwehr desolat

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Der Abstieg des HV Ilsenburg aus der Handball-Verbandsliga rückt immer
näher. Durch die vor allem in der Höhe ernüchternde 25:39-Niederlage
beim Tabellenschlusslicht SV Lok Oschersleben beträgt der Rückstand zum
rettenden Ufer bei drei noch ausstehenden Spielen weiterhin drei Punkte.

Ilsenburg l Die Ilsenburger erwischten mit einer 2:0-Führung zwar den besseren Start, doch schon frühzeitig ging das geplante Konzept von Trainer Martin Kays nicht auf. "Meinen Plan, den Gegner mit einer offensiven Deckungsvariante aus dem Konzept zu bringen, habe ich nach nur fünf Minuten aufgeben müssen. Oschersleben trat taktisch vollkommen anders auf, als im Hinspiel", so der Ilsenburger Coach. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren bereits zum 4:4 ausgeglichen.

Sebastian Kausch (gelbes Trikot), hier im Duell mit dem Oscherslebener Florian Rudolph, kassierte mit dem HV Ilsenburg im Kellerduell eine bittere Niederlage.

Sebastian Kausch (gelbes Trikot), hier im Duell mit dem Oscherslebener Florian Rudolph, kassierte mit dem HV Ilsenburg im Kellerduell eine bittere Niederlage. | Foto: Ottfried Junge
 
Doch auch in der gewohnten 6:0-Deckungsvariante fanden die Ilsenburger nicht den gewünschten Zugriff auf die Gegenspieler. Die Bördestädter zogen mit fünf Treffern in Serie auf 9:4 davon. Zwar verkürzte der HVI zwischenzeitlich auf 15:12, zur Pause lagen die Hausherren aber wieder mit fünf Toren vorn (18:13). Zu diesem Zeitpunkt war Rückkehrer Eric Kunze nach einer Roten Karte bereits aus dem Spiel.

Nach Wiederanpfiff kam es noch dicker, auch Keeper Dirk Gelinski sah nach einer Unsportlichkeit die Rote Karte. Die Deckungsarbeit der Ilsenburger war weiterhin mangelhaft, folgerichtig baute Lok Oschersleben seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 26:16 (41.) lagen die Hausherren bereits mit zehn Toren vorn und hatten das Kellerduell vorzeitig zu ihren Gunsten entschieden. Am Ende war der SV Lok, der mit Tino Fischer (13 Treffer) den herausragenden Werfer in seinen Reihen hatte, sogar mit 14 Toren voraus und entschied damit den vielleicht noch relevanten direkten Vergleich gegenüber den Ilsenburgern zu seinen Gunsten.

"In der Summe haben wir zu viele Gegentore vor allem über Außen und nach Gegenstößen kassiert und dadurch das Spiel verloren. Nun sind wir wieder in der Pflicht und müssen die notwendigen Punkte in den letzten verbleibenden Spielen noch holen", so Trainer Martin Kays, auf dessen Team gegen die HSG Osterburg (5.), beim HV Solpke/Mieste (6.) und gegen den Güsener HC (4.) ein schweres Restprogramm wartet.

HV Ilsenburg: Homann, Gelinski - Sadowski (4), Eckhardt, Müller, Dallmann (6), Gohlke (7), Hoffmann (2), Kausch (3), Kunze, Kays (2), Bittner, Schulze (1);
Zeitstrafen: Lok Oschersleben 7 + Rote Karte gegen Martin Fritsche (48./dritte Zeitstrafe) - HV Ilsenburg 13 + Rote Karten gegen Eric Kunze (14.) und Dirk Gelinski (33.); Siebenmeter: Lok Oschersleben 10/9 - HV Ilsenburg 5/4.

Handball, Verbandsliga Männer HV Ilsenburg besiegt Spitzenteam SG Lok Schönebeck mit 31:28 (17:14)

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Kays-Sieben gibt ein Lebenszeichen

Der HV Ilsenburg hat im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit dem 31:28-Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten, SG Lok Schönebeck, lieferte der Tabellenvorletzte ein deutliches Lebenszeichen.

Ilsenburgs Dirk Hoffmann ist seinen Schönebecker Gegenspielern entwischt. Der junge Außenspieler steuerte vier Treffer zum wichtigen Heimsieg des HV Ilsenburg bei.

Ilsenburgs Dirk Hoffmann ist seinen Schönebecker Gegenspielern entwischt. Der junge Außenspieler steuerte vier Treffer zum wichtigen Heimsieg des HV Ilsenburg bei. | Foto: Ingolf Geßler
 

Ilsenburg l Die Ilsestädter konnten für das drittletzte Heimspiel der Saison wieder auf den zuletzt verletzten Chris Sadowski zurückgreifen, auch Normen Müller rückte nach längerer Pause wieder in den Kader der ersten Mannschaft auf. Die deutlich größere Spielerdecke als in den letzten Partien war schließlich ein wichtiger Grund, warum die Ilsenburger als Sieger aus der Halle gingen.

"Am Ende waren drei Gründe ausschlaggebend: Wir hatten zwei überragende Keeper zwischen den Pfosten, haben - bis auf eine Ausnahme - die Klappe gegenüber dem Schiedsrichter gehalten und wir hatten heute die nötigen Alternativen auf der Bank, um auch in der entscheidenden Phase des Spiels noch einmal reagieren zu können", analysierte Ilsenburgs Trainer Martin Kays.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase legten die Schönebecker zweimal die Führung zum 0:1 bzw. 1:2 vor - wohl keiner der Zuschauer hätte gedacht, dass dies zugleich die letzte aus Sicht der Elbestädter war. Mit einer disziplinierten Vorstellung in der Abwehr, zwei starken Keepern als Rückhalt und den beiden gefährlichen Rückraumschützen Chris Sadowski und Michael Gohlke setzten sich die Ilsenburger über eine 5:3-Führung zur Mitte der ersten Halbzeit erstmals auf vier Tore ab (10:6). Dieser Vorsprung blieb über weite Strecken des ersten Spielabschnitts bestehen, selbst von der Roten Karte gegen Mario Dallmann ließen sich die Ilsenburger nicht aus dem Tritt bringen. Zur Pause führten die Hausherren 17:14.

Auch nach Wiederanpfiff war kein Unterschied zwischen dem Tabellenvorletzten und dem Spitzenteam zu erkennen, zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung auf fünf Tore an (20:15/40.). Erst eine Auszeit der Schönebecker und die Umstellung auf eine offensive Deckung brachte die Einheimischen etwas aus dem Konzept. Mit einem 5:1-Lauf kämpfte sich die SG Lok bis auf einen Treffer zum 23:22 heran. In dieser Phase war es Spielertrainer Martin Kays, der mit seinem Treffer die kurzzeitige Torflaute seiner Mannschaft mit dem 24. Treffer beendete.

Dennoch blieb die Partie in der entscheidenden Phase auf des Messers Schneide. Mehrfach hatte Schönebeck die Chance zum Ausgleich, doch Keeper Steffen Homann machte reihenweise klarer Chancen zunichte. Zusammen mit Dirk Gelinski vereitelte er zudem noch sechs Siebenmeter - damit hatten beide Keeper maßgeblichen Anteil am Sieg. Erst als sich der HVI mit drei Treffern in Folge zum 30:26 absetzte, war der Sieg in trockenen Tüchern. In dieser Phase machte sich auch die Rückkehr von Normen Müller bezahlt, der gut Regie führte und wichtige Treffer erzielte. Auf der Außenposition überzeugte der junge Dirk Hoffmann nicht nur wegen seiner vier Treffrer.

"Mehrfach haben wir nach einer guten ersten Halbzeit noch Spiele aus der Hand gegeben, diesmal hatten wir noch Alternativen auf der Bank, um allen Spielern mal die nötige Pause zu geben. Selbst die Rote Karte gege Mario Dallmann konnten wir kompensieren", so HVI-Trainer Martin Kays.

HV Ilsenburg: Homann, Gelinski - Eckardt (1), Sadowski (8/2), Gohlke (5), Dallmann (1), Hoffmann (4), Kausch (5), Schneider, Müller (4), Fahrtmann (1/1), Bittner, Kays (2);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 7 + Rote Karte gegen Mario Dallmann (24.) - Lok Schönebeck 5;

Siebenmeter: HV Ilsenburg 6/3 - Lok Schönebeck 14/8.

Handball-Verbandsliga Männer HV Ilsenburg verliert beim souveränen Tabellenführer Post SV Magdeburg mit 26:37

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Ilsestädter in fremder Halle erneut chancenlos

Ilsenburg (ige) l "Außer Spesen nichts gewesen", dieses Motto hat einmal mehr auf ein Auswärtsspiel des HV Ilsenburg in der Handball-Verbandsliga zugetroffen. Beim Post SV Magdeburg, souveräner Tabellenführer und designierter Aufsteiger in die Sachsen-Anhalt-Liga, kassierten die Nordharzer eine klare 26:37-Niederlage.

Die Ilsenburger reisten fast schon gewohnt mit einem "Mini-Kader" zum Gastspiel in die Landeshauptstadt. "Natürlich haben wir uns dennoch einiges vorgenommen für dieses Spiel, rausgekommen ist aber wieder nichts", meinte ein enttäuschter Trainer Martin Kays.

Post Magdeburg begann mit sehr hohem Tempo und warf bereits in den ersten zehn Minuten eine 6:2-Führung heraus. Beim 7:4 war der HVI kurzzeitig wieder auf Schlagdistanz, doch die stark aufspielende Magdeburger Mannschaft blieb klar tonangebend. "Wir haben es nicht geschafft, im Angriff genug Druck zu entwickeln. Der Post SV kam aus einer stabilen Abwehr über ihre Außen somit zu einfachen Toren", so Kays. Über die Stationen 10:5 und 14:7 war die Partie bereits zur Pause beim Stand 19:10 gelaufen.

Im zweiten Abschnitt ließ Magdeburg den HVI etwas mitspielen, mit guter Moral und Kampfgeist stemmten sich die Ilsenburger gegen eine noch höhere Niederlage. So wuchs der Vorsprung nach der Pause nur noch geringfügig an, am Ende hieß es 37:26 für den Tabellenführer.

Überschattet wurde die Partie durch die eine Sprunggelenksverletzung von Chris Sadowski. Der HVI-Torjäger hatte ohnehin mit den überaus durchschnittlichen Schiedsrichtern gehadert und sich neben der Verletzung eine Rote Karte eingehandelt, die voraussichtlich eine Sperre nach sich ziehen wird. Somit wird er im wichtigen Auswärtsspiel beim BSV 93 Magdeburg II voraussichtlich fehlen.

HV Ilsenburg: Homann, Gelinski - Eckardt (2/2), Sadowski (3), Schneider (1), Bittner (3), Dallmann (5), Kausch (2), Gohlke (9);
Zeitstrafen: Post Magdeburg 4 - HV Ilsenburg 7; Siebenmeter: Post Magdeburg 2/2 - HV Ilsenburg 2/2.

Handball, Verbandsliga Männer HV Ilsenburg besiegt den LSV 90 Klein Oschersleben mit 28:18 (12:7)

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Klarer Heimsieg mit Signalwirkung?

Zwei enorm wichtige Punkte hat der HV Ilsenburg im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga Nord eingefahren. Mit einer starken Mannschaftsleistung wurde der bisherige Tabellenvierte, LSV 90 Klein Oschersleben, mit 28:18 besiegt.

Michael Gohlke (Zweiter von rechts) wird beim Versuch, Kreisspieler Sebastian Kausch in Szene zu setzen, energisch gestört. Beide Routiniers zählten beim Sieg gegen den LSV 90 Klein Oschersleben zu den Aktivposten im Angriffsspiel des HV Ilsenburg.

Michael Gohlke (Zweiter von rechts) wird beim Versuch, Kreisspieler Sebastian Kausch in Szene zu setzen, energisch gestört. Beide Routiniers zählten beim Sieg gegen den LSV 90 Klein Oschersleben zu den Aktivposten im Angriffsspiel des HV Ilsenburg. | Foto: Ingof Geßler
 
Ilsenburg l Dabei stand das Spiel für die Ilsestädter unter keinem guten Stern. Maik Dörge fiel verletzt aus, Dirk Hoffmann musste wegen seines Studiums passen. Zudem konnten Chris Sadowski und Michael Gohlke im Vorfeld nur eingeschränkt rainieren, dennoch waren beide im Spiel gegen die Bördestädter dabei. Zudem rückten mit Marcus Scharun, Andreas Drechsler und Lutz Natzenberg drei Spieler aus der zweiten Mannschaft auf.

"Wir hatten die Spielpause genutzt, um uns gezielt auf Klein Oschersleben vorzubereiten. Wir haben an unseren Defiziten in der Defensive gearbeitet, was sich in den vergleichsweise wenigen Gegentoren deutlich ausgezahlt hat", so HVI-Trainer Martin Kays.

Die Abwehr hinterließ vom Anpfiff weg einen deutlich gefestigteren Eindruck, auch Keeper Steffen Homann präsentierte sich in starker Form. Da der LSV Klein Oschersleben darüber hinaus einige "Hochkaräter" liegen ließ, musste der HV Ilsenburg im Verlauf der ersten Halbzeit lediglich sieben Gegentore hinnehmen.

Im Angriff ließen die Ilsenburger zwar auch einige gute Chancen aus, arbeiteten sich in einer torarmen ersten Halbzeit aber dennoch kontinuierlich einen Vorsprung heraus. Über die Stationen 3:2 (10.) und 7:5 (20.) wuchs die Führung bis zur Pausensirene auf fünf Tore an (12:7). Während sich aus dem Rückraum Chris Sadowski und Michael Gohlke treffsicher zeigten, wurde Kreisspieler Sebastian Kausch vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit von den Spielmachern Mario Dallmann und Mathias Eckardt mehrfach gut in Szene gesetzt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen der bisherigen Saison, wich das Ilsenburger Team auch im zweiten Spielabschnitt nicht von seiner Linie ab. Die Abwehr arbeitete weiter sehr konzentriert, während die Abschlussquote im Angriff weiter verbessert wurde. Folgerichtig wuchs der Vorsprung über die Stationen 16:10 und 21:13 bis kurz vor Ende der Partie erstmals auf zehn Tore an (27:17). Nach jeweils einem Treffer hatte dieser Abstand auch bei der Schlusssirene Bestand.

"Die Mannschaft hat heute auch im Angriff sehr konzentriert gespielt und nur sehr wenige Fehler gemacht. Letztlich muss man aber klar sagen, dass das Spiel in der Abwehr gewonnen wurde. Das Zusammenspiel zwischen Torhüter und dem Defensivverbund hat heute sehr gut geklappt", analysierte Trainer Martin Kays die Gründe für den am Ende deutlichen Sieg. "Die Mannschaft hat sich mit Disziplin und Spielintelligenz den Sieg verdient und die bislang beste Saisonleistung abgeliefert. Ich muss allen Spielern ein großes Kompliment aussprechen und hoffe, dass wir diese Leistung mit in die kommden Aufgaben nehmen können", erhofft sich der Coach des HV Ilsenburg von dieser Partie auch eine Signalwirkung für die bevorstehenden Aufgaben.

HV Ilsenburg: Homann, Gelinski - Sadowski (10/1), Dallmann (3), Eckardt (1), Gohlke (4), Brune (3), Kausch (5), Schneider, Bittner, Scharun, Drechsler (2), Natzenberg;
Zeitstrafen: HV Ilsenburg 7 - LSV Klein Oschersleben 4; Siebenmeter: HV Ilsenburg 2/1 - LSV Klein Oschersleben 6/4.

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