Bescheiden in Richtung Podestplatz

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Marcel Lerich steuerte drei Treffer zum Sieg der Ilsenburger bei. Er und seine Teamkollegen sorgen aktuell für Furore in der Süd-Staffel und gehören bereits jetzt zu den Gewinnern der Saison. Foto: Ingolf Geßler

Marcel Lerich steuerte drei Treffer zum Sieg der Ilsenburger bei. Er und seine Teamkollegen sorgen aktuell für Furore in der Süd-Staffel und gehören bereits jetzt zu den Gewinnern der Saison. Foto: Ingolf Geßler

Dank einer starken Schlussphase hat sich Handball-Verbandsligist HV llsenburg mit 33:30 (17:15) gegen den Jessener SV durchgesetzt.

Von Maria Kurth

Ilsenburg l Bescheidenheit ist eine Tugend, die dem HV Ilsenburg in dieser Saison gut zu Gesicht steht. So wäre es zwar nicht vermessen, das Saisonziel nach dem starken Lauf der Ilsestädter zu korrigieren, doch warum die Erwartungen höher setzen, wenn der Erfolg für sich spricht? Mit dem neunten Saisonsieg ist die Simon-Sieben am Sonntag auf Rang drei geklettert, „wir haben uns mittlerweile in der Liga zurechtgefunden“, sagt der Coach. Ganz bescheiden. „Wir konzentrieren uns mehr auf die einzelnen Spiele. So steht zum Beispiel am nächsten Wochenende ein schweres Auswärtsspiel bei TuS Radis II an“, so Simon. Gelassenheit, die derzeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Ebenso wie die Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

So sah es am Sonntag nach 52 Minuten so aus, als könnte der Jessener SV in Ilsenburg den Auswärtssieg und damit die Überraschung perfekt machen. Nach dem 27:27-Ausgleich setzten sich die Gäste zum 29:27 ab. „Da dachte ich, dass es sehr eng wird und das Spiel vielleicht zugunsten der Jessener kippt“, so Simon. Er reagierte, stellte in der Defensive auf Manndeckung um und brachte Jan Pesenecker für Steffen Homann in der Schlussphase im Tor. Ein gelungener Schachzug, denn über die Station 30:29 brachte ein Siebenmeter die Hausherren mit 31:30 in Front. Zwei weitere Tore von Sebastian Kausch am Kreis sorgten für den umjubelten 33:30-Erfolg.

Ein knappes Endergebnis, das sich bereits in der ersten Hälfte angedeutet hatte. Über die Stationen 5:3 und 9:10 wechselte die Führung ständig. Vor allem, weil die Gastgeber den Jessenern im Angriff zu viel Raum ließen. „Wir waren zu langsam in der Rückwärtsbewegung“, bemängelte Simon, der kurz vor der Pause eine Auszeit nahm – mit Erfolg. Ilsenburg wurde wieder stärker und erarbeitete sich eine knappe 17:15-Pausenführung.

Am Ende war es die Gelassen- und Entschlossenheit der Ilsenburger, die den Unterschied ausmachte. „30 Gegentore sind zu viel, deshalb müssen wir vor allem an der Defensive arbeiten“, sagte Simon, der jedoch auch betonte: „Wenn wir am Ende unter die Top Fünf kommen, ist das schon ein großer Erfolg“.

 

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker – Lerich (3), Hain, Schneider, Rinke, Kausch (9), Brune (9), Ninnemann, Matthies (1), Hartmann, Zuzanek (6), Hoffmann (3), Czaja.

 

Nahtlos an Harzderby angeknüpft

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Der HV Ilsenburg präsentiert sich in der Handball-Verbandsliga Süd weiter in starker Form.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Auch für den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter HBC Wittenberg gab es in der Harzlandhalle nichts zu holen, die Ilsestädter siegten klar mit 33:24.

Wieder hat Michael Gohlke (links) mit Unterstützung von Kreisläufer Sebastian Kausch eine Lücke zwischen den Wittenberger Abwehrrecken gefunden und erzielt einen seiner zwölf Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Wieder hat Michael Gohlke (links) mit Unterstützung von Kreisläufer Sebastian Kausch eine Lücke zwischen den Wittenberger Abwehrrecken gefunden und erzielt einen seiner zwölf Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Der Absteiger aus der Sachsen-Anhalt-Liga reiste als einziges unbesiegtes Team der Liga an, die einzigen Minuspunkte hatten die Wittenberger am „Grünen Tisch“ hinnehmen müssen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit verdeutlichte der HBC, warum er die Tabelle der Verbandsliga Süd souverän anführt. Vor allem die groß gewachsenen Rückraumspieler René Knabe und Janik Beese konnten sich trotz konzentrierter Abwehrleistung immer wieder in Szene setzen. Den gefährlichen Tempogegenstößen über die linke Wittenberger Angriffsseite schob Trainer Andreas Simon mit dem schnellen Marcel Lerich einen Riegel vor.

Begünstigt durch einige Fehlabspiele führten die Gäste in der Anfangsphase zwischenzeitlich mit 4:2, doch Keeper Jan Pesenecker hielt sein Team mit einigen starken Paraden, darunter einen Strafwurf, im Spiel. Der HV Ilsenburg glich schnell wieder zum 4:4 aus, danach verlief das Duell lange Zeit auf Augenhöhe. Bis zum 11:11 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen, dann reagierte HVI-Coach Andreas Simon mit einer Auszeit (27.). Er stellte auf eine Taktik mit zwei Kreisspielern um – und mit den letzten beiden Treffern der ersten Halbzeit warfen die Hausherren eine 14:12-Führung heraus.

Nach Wiederanpfiff erwischten die Ilsenburger einen Start nach Maß, drei gegnerische Angriffe wurden abgefangen und der Vorsprung mit erfolgreichen Abschlüssen auf 17:12 ausgebaut. Die Gäste reagierten mit einer doppelten Manndeckung gegen den Ilsenburger Rückraum, aber ohne den erhofften Erfolg. Hier machte sich einmal mehr die starke Bank bezahlt, der HVI hatte immer eine passende Antwort parat. Ob Johannes Bittner nach schönem Tempogegenstoß, Marcel Lerich über Außen, Jaroslav Zuzanek als Vorbereiter oder Eric Brune mit einem sehenswerten Distanzwurf – die Offensive der Ilsestädter war von den Wittenbergern kaum auszurechnen.

Zum herausragenden Schützen avancierte aber ein Routinier: Michael Gohlke hatte sich bereits vor der Pause sehr treffsicher gezeigt, auch im Verlauf der zweiten Halbzeit versenkte er die Würfe mit viel Übersicht im gegnerischen Gehäuse und zeigte sich auch vom Siebenmeterpunkt mit makelloser Bilanz von fünf verwandelten Strafwürfen nervenstark.

Zwischenzeitlich versuchte es der HBC Wittenberg auch mit einem siebten Feldspieler, doch die HVI-Deckung und ein starker Jan Pesenecker ließen den Gegner verzweifeln. Spätestens als die Führung mit jeweils vier Treffern in Serie auf 21:17 bzw. 30:21 ausgebaut wurde, waren die letzten Zweifel am fünften Sieg im sechsten Heimspiel beseitigt.

„Die Mannschaft hat nahtlos an das gute Derby vor dem Jahreswechsel angeknüpft, der Sieg war letztlich auch in dieser Höhe verdient. Die Jungs können stolz auf die Leistung sein, ich bin mit dem Spiel rundum zufrieden“, lobte Ilsenburgs Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Gohlke(12/5), Rinke (2), Hoffmann (4), Lerich (4), Kausch (4), Ninnemann (1), Bittner (5), Schneider, Zuzanek, Brune (1), Kunze, Hain;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - HBC Wittenberg 3; Siebenmeter: HV Ilsenburg 5/5 - HBC Wittenberg 4/2.

Zwei Kreisläufer als Erfolgsstrategie

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Der HV Ilsenburg hat das erste höherklassige Harzderby nach über vier Jahren gegen den HT Halberstadt mit 33:24 gewonnen.

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Vor einer ordentlichen Zuschauerkulisse zeigten die Ilsenburger sofort, wer Herr in eigener Halle ist. Die HVI-Coaches Andreas Simon und Tobias Beck richteten das Spiel ihrer Mannschaft auf den Gegner aus und spielten über die gesamte Spielzeit hinweg mit zwei Kreisläufern. Diese Taktik ging auf, denn der körperlich robuste Innenblock der Halberstädter hatte mit Dennis Ninnemann und Sebastian Kausch reichlich Arbeit. Entweder wurden die beiden Kreisspieler in Szene gesetzt, oder den Rückraumschützen Michael Gohlke und Norman Hoffmann bot sich die Lücke zum Abschluss. Da auch die Abwehr mit einem starken Keeper Jan Pesenecker als Rückhalt überaus konzentriert zu Werke ging, führten die Ilsenburger schnell mit 4:0.

Erst nach neun Minuten gelang den Halberstädtern ihr erster Torerfolg, die Ilsenburger präsentierten sich aber weiter als das Team mit dem größeren Willen. Zwischenzeitlich ließen auch die Hausherren ein paar gute Chancen liegen, beim 8:6 (20.) schöpften die Halberstädter wieder Hoffnung. Doch die Gastgeber blieben in allen Belangen das bessere Team, setzten sich über die Stationen 10:6 und 12:7 bereits zur Pause auf fünf Tore (14:9) ab.

„Auch nach Wiederanpfiff hatte ich nie das Gefühl, dass der Sieg heute ernsthaft in Gefahr gerät“, lobte HVI-Coach Andreas Simon die konzentrierte Vorstellung seiner Mannen über 60 Minuten. In einem wohltuend fairen Derby kam zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzzeitig etwas Hektik auf, weil erst Halberstadts Christopher Hamann (34.) und knapp vier Minuten später auch Ilsenburgs Norman Hoffmann wegen Foulspiel die Rote Karte sahen. Beide Entscheidungen waren etwas überzogen. In dieser Phase betrug der Vorsprung fünf Tore, auch in der Folge blieb der HT Halberstadt bis zum 24:20 zumindest in Sichtweite.

Danach machte der HV Ilsenburg jedoch kurzen Prozess, mit einem 6:1-Lauf zum 30:21 war die Partie gelaufen. In dieser Phase spielten auch die jungen HVI-Spieler wie Eric Brune und Johannes Bittner, der von Außen drei schön herausgespielte Treffer erzielte, sehr gut auf. In der Schlussphase ließen die Ilsestädter dann die ein oder anderen Möglichkeit liegen, somit hielten die nie aufsteckenden Halberstädter den Rückstand zur Schlusssirene zumindest unter zehn Toren.

„Ich denke den Zuschauern wurde ein Derby auf hohem Niveau geboten. In der entscheidenden Phase hat sich einmal mehr die größere Tiefe und Breite unseres Kaders bezahlt gemacht. Der Sieg war auch ein vorträgliches Geschenk für unseren Vereinspräsidenten“, verwies Trainer Andreas Simon auf Michael Löwes Geburtstag am Montag. Nach dieser vorgezogenen Partie gehen beide Teams eine Woche eher als die Konkurrenz in die Winterpause, die für den Tabellenzweiten HV Ilsenburg am 8. Januar mit dem Topspiel gegen Spitzenreiter HBC Wittenberg endet.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Fahrtmann (3), Schneider, Gohlke (10/4), N. Hoffmann (3), Ninnemann (5), Kausch (4), Kunze, Zuzanek (4), Brune (1), Bittner (3), Hain, Lerich;

HT 1861 Halberstadt: J. Hoffmann, Friedrich - Reuner, Harbach (6), Uhlmann (1), Huber (6), Liebscher (2), Blenke (6/2), Eulenstein (1), Hamann (1), Dietrich, Fröhlich, Mäwius (1), Greiff;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 7 + Rote Karte gegen Norman Hoffmann (38.) - HT Halberstadt 5 + Rote Karte gegen Christopher Hamann (34.); Siebenmeter: HV Ilsenburg 6/5 - HT Halberstadt 3/2.

Weichen früh auf Sieg gestellt

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Der HV Ilsenburg hat mit dem 31:27-Erfolg über Anhalt Bernburg II seine blütenweiße Weste in heimischer Harzlandhalle gewahrt.

 
Jaroslav Zuzanek (am Ball) überzeugte in der Abwehr auf halblinker Position ebenso wie im Angriff auf der Kreisläufer-Position. Er steuerte fünf Tore zum Heimsieg des HV Ilsenburg bei. Foto: Ingolf Geßler

Jaroslav Zuzanek (am Ball) überzeugte in der Abwehr auf halblinker Position ebenso wie im Angriff auf der Kreisläufer-Position. Er steuerte fünf Tore zum Heimsieg des HV Ilsenburg bei. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Mit dem verletzten Kreisläufer Dennis Ninnemann mussten die Ilsestädter einen Schlüsselspieler ersetzen. Während sich im Angriff der starke Sebastian Kausch und Jaroslav Zuzanek auf der Kreisläuferposition abwechselten, rückte im Abwehrverbund Lenny Rinke für Ninnemann in den Mittelblock. Eine Maßnahme mit Erfolg, die Abwehr präsentierte sich vom Anpfiff weg sehr sicher. Fand in der Anfangsphase Sebastian Wetzel (10 Tore) immer wieder eine Lücke, so ließ die HVI-Deckung mit einem starken Steffen Homann im Tor ab Minute neun für längere Zeit gar nichts mehr zu. Mit viel Tempo im Angriffsspiel und gelungenen Anspielen an den Kreis zogen die Ilsestädter bis zur 18. Minute auf 10:4 davon. Im Rückraum zeigte sich Michael Gohlke nach seiner Verletzungspause treffsicher, nach gleichem Muster versenkte er den Ball dreimal in Folge im linken unteren Eck.

Auch eine Auszeit des Bernburger Trainer brachte den HV Ilsenburg zunächst nicht aus dem Konzept, die Führung wuchs bis zur 23. Minute weiter auf 14:6 an. Tempogegenstöße nach geblockten Würfen und die einzige Zeitstrafe überhaupt in der ersten Halbzeit gegen Ilsenburgs Zuzanek verhalf den Bernburgern in der Schlussphase des ersten Abschnitts, den Rückstand etwas zu verkürzen. Ärgerlich aus Ilsenburger Sicht war der letzte Treffer vor der Pause, Wetzel versenkte einen Freiwurf direkt durch die Arme der Abwehrmauer. So war der Vorsprung von zwischenzeitlich acht Toren bis zur Pause (16:12) auf die Hälfte zusammen geschmolzen.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann ein ausgeglichenes Spiel. Florian Fahrtmann eröffnete nach drei torlosen Minuten den Torreigen, der Vorsprung pendelte sich im gesamten Verlauf der zweiten Halbzeit zwischen drei und fünf Toren ein. Die Bernburger setzten nun ihren Kreisläufer besser in Szene, mehrere Tore und Siebenmeter waren die Folge. Auch Sebastian Wetzel fand mit seinen Schlagwürfen ab und an wieder eine Lücke in der HVI-Abwehr.

Dies änderte aber nichts daran, dass die Ilsenburger ihren Vorsprung souverän verwalteten und der Sieg nie ernsthaft in Gefahr geriet. Die Hausherren konnten es sich sogar leisten, den angeschlagenen Norman Hoffmann und nach der Pause auch Michael Gohlke zu schonen. Über die Stationen 18:15 (37.), 23:18 (43.) und 27:22 (50.) stand zur Schlusssirene eine sicherer 31:27-Sieg zu Buche.

„Man hat gesehen, dass Bernburg heute einer der stärkeren Gegner war. Immerhin waren sie in der Vorsaison Vizemeister der Verbandsliga Süd. Dennoch war es ein souveräner Sieg, bei dem Sebastian Kausch nicht nur wegen seiner sieben Tore, sondern auch an der Seite von Lenny Rinke im Mittelblock eine herausragende Partie abgeliefert hat. Jetzt gilt es, am kommenden Sonntag gegen Fichte Erdeborn die nächsten Punkte einzufahren, damit wir uns vor dem Harzderby gegen den HT Halberstadt vorn festbeißen“, meinte HVI-Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Gohlke (4), Schneider, Rinke (4), Hain, Kausch (7), Zuzanek (5), Kunze (7/4), Fahrtmann (2), Hoffmann (1), Brune, Lerich (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - Anhalt Bernburg II 2; Siebenmeter: HV Ilsenburg 4/4 - A. Bernburg II 7/5.

Nach der Pause mit mehr Tempo

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Die Verbandsliga-Handballer des HV Ilsenburg haben ihre Erfolgsserie mit einem 36:22 gegen Blau-Rot Coswig áuf vier Sieg ausgebaut.

 
Mit Übersicht legte der junge Außenspieler Florian Matthies den Ball bei seinem einzigen Treffer an Gästekeeper Marius Seifert vorbei. Die Ilsenburger drehten nach der Pause stark auf. Foto: Ingolf Geßler

Mit Übersicht legte der junge Außenspieler Florian Matthies den Ball bei seinem einzigen Treffer an Gästekeeper Marius Seifert vorbei. Die Ilsenburger drehten nach der Pause stark auf. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Partie gegen den Tabellenvorletzten war ein Spiegelbild zum ersten Heimspiel. Wie schon beim 23:19 gegen TuS Radis II benötigten die Schützlinge von Trainergespann Andreas Simon/Tobias Beck die ersten 30 Minuten als Anlaufzeit, um am Ende noch einen souveränen Sieg herauszuwerfen.

Wie gegen Radis fanden die Ilsestädter sehr gut ins Spiel, nach nur 29 Sekunden traf Spielmacher Kieran Schneider zur Führung. Nach drei Minuten stand es 4:1 und für viele stellte sich wohl nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließ Ilsenburg zu viele Chancen liegen und brachte auch nicht das geforderte Tempo in sein Angriffsspiel. In der Abwehr ließen sich die Hausherren vor allem über Außen zu oft düpieren, so schaffte Coswig bis Mitte der ersten Halbzeit den Ausgleich zum 7:7. Trainer Andreas Simon reagierte mit einer Auszeit, die spürbare Steigerung spiegelte sich bis zum Seitenwechsel aber nicht im Ergebnis wider. Die Gäste verkürzten zum 14:13, in den verbleibenden Sekunden schlossen die Ilsestädter ihren Angriff zu spät ab und es blieb zur Pausensirene bei der knappen Ein-Tore-Führung.

Die Halbzeitansprache war dann laut Trainer Andreas Simon „kurz und knackig“, die Mannschaft sollte einfach nur die vor dem Spiel ausgegebene Marschroute umsetzen. Mit schnellen Angriffen sollten die Nahtstellen in der Abwehr gesucht und auch die Kreisläufer in Szene gesetzt werden. „Fortan wurde diese Taktik hervorragend umgesetzt, es ist mir ein Rätsel, warum wir in der ersten Halbzeit so zaghaft gespielt haben“, so der HVI-Coach.

Da sich auch die Abwehr gegenüber der ersten Halbzeit noch einmal steigerte und Jan Pesenecker zahlreiche Würfe parierte, darunter zwei Siebenmeter, zogen die Ilsenburger unaufhaltsam davon. Über die Stationen 19:14 (33.) und 24:16 (43.) war es nach 47 Minuten beim 27:17 erstmals eine Zehn-Tore-Führung. Zwischenzeitlich erhöhte Lenny Rinke sogar auf einen 15-Tore-Vorsprung (35:20), den Coswig in den Schlussminuten noch um ein Tor verkürzte.

„Die zweite Halbzeit haben wir mit 22:9 gewonnen und den Zuschauern guten Tempo­handball geboten. Coswig war nicht mehr in der Lage, eine Schippe drauf zu packen, während wir noch Alternativen auf der Bank hatten und damit einmal mehr die größere mannschaftliche Geschlossenheit vorweisen konnten“, analysierte Trainer Andreas Simon. Diese ist auch am kommenden Sonnabend ab 13 Uhr gefragt, damit die Siegesserie beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Pies­teritz ausgebaut werden kann.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Hoffmann (9/3), Rinke (3), Schneider (1), Fahrtmann (2), Hain (1), Kausch (3), Ninnemann (5), Kunze (6/4), Bittner, Brune (3), Zuzanek (2), Matthies (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - Blau-Rot-Coswig 7 + Rote Karte gegen Enrico Unger (46./dritte Zeitstrafe); Siebenmeter: HV Ilsenburg 9/7 - Blau-Rot Coswig 4/2.

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