Zwei Kreisläufer als Erfolgsstrategie

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Der HV Ilsenburg hat das erste höherklassige Harzderby nach über vier Jahren gegen den HT Halberstadt mit 33:24 gewonnen.

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Vor einer ordentlichen Zuschauerkulisse zeigten die Ilsenburger sofort, wer Herr in eigener Halle ist. Die HVI-Coaches Andreas Simon und Tobias Beck richteten das Spiel ihrer Mannschaft auf den Gegner aus und spielten über die gesamte Spielzeit hinweg mit zwei Kreisläufern. Diese Taktik ging auf, denn der körperlich robuste Innenblock der Halberstädter hatte mit Dennis Ninnemann und Sebastian Kausch reichlich Arbeit. Entweder wurden die beiden Kreisspieler in Szene gesetzt, oder den Rückraumschützen Michael Gohlke und Norman Hoffmann bot sich die Lücke zum Abschluss. Da auch die Abwehr mit einem starken Keeper Jan Pesenecker als Rückhalt überaus konzentriert zu Werke ging, führten die Ilsenburger schnell mit 4:0.

Erst nach neun Minuten gelang den Halberstädtern ihr erster Torerfolg, die Ilsenburger präsentierten sich aber weiter als das Team mit dem größeren Willen. Zwischenzeitlich ließen auch die Hausherren ein paar gute Chancen liegen, beim 8:6 (20.) schöpften die Halberstädter wieder Hoffnung. Doch die Gastgeber blieben in allen Belangen das bessere Team, setzten sich über die Stationen 10:6 und 12:7 bereits zur Pause auf fünf Tore (14:9) ab.

„Auch nach Wiederanpfiff hatte ich nie das Gefühl, dass der Sieg heute ernsthaft in Gefahr gerät“, lobte HVI-Coach Andreas Simon die konzentrierte Vorstellung seiner Mannen über 60 Minuten. In einem wohltuend fairen Derby kam zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzzeitig etwas Hektik auf, weil erst Halberstadts Christopher Hamann (34.) und knapp vier Minuten später auch Ilsenburgs Norman Hoffmann wegen Foulspiel die Rote Karte sahen. Beide Entscheidungen waren etwas überzogen. In dieser Phase betrug der Vorsprung fünf Tore, auch in der Folge blieb der HT Halberstadt bis zum 24:20 zumindest in Sichtweite.

Danach machte der HV Ilsenburg jedoch kurzen Prozess, mit einem 6:1-Lauf zum 30:21 war die Partie gelaufen. In dieser Phase spielten auch die jungen HVI-Spieler wie Eric Brune und Johannes Bittner, der von Außen drei schön herausgespielte Treffer erzielte, sehr gut auf. In der Schlussphase ließen die Ilsestädter dann die ein oder anderen Möglichkeit liegen, somit hielten die nie aufsteckenden Halberstädter den Rückstand zur Schlusssirene zumindest unter zehn Toren.

„Ich denke den Zuschauern wurde ein Derby auf hohem Niveau geboten. In der entscheidenden Phase hat sich einmal mehr die größere Tiefe und Breite unseres Kaders bezahlt gemacht. Der Sieg war auch ein vorträgliches Geschenk für unseren Vereinspräsidenten“, verwies Trainer Andreas Simon auf Michael Löwes Geburtstag am Montag. Nach dieser vorgezogenen Partie gehen beide Teams eine Woche eher als die Konkurrenz in die Winterpause, die für den Tabellenzweiten HV Ilsenburg am 8. Januar mit dem Topspiel gegen Spitzenreiter HBC Wittenberg endet.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Fahrtmann (3), Schneider, Gohlke (10/4), N. Hoffmann (3), Ninnemann (5), Kausch (4), Kunze, Zuzanek (4), Brune (1), Bittner (3), Hain, Lerich;

HT 1861 Halberstadt: J. Hoffmann, Friedrich - Reuner, Harbach (6), Uhlmann (1), Huber (6), Liebscher (2), Blenke (6/2), Eulenstein (1), Hamann (1), Dietrich, Fröhlich, Mäwius (1), Greiff;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 7 + Rote Karte gegen Norman Hoffmann (38.) - HT Halberstadt 5 + Rote Karte gegen Christopher Hamann (34.); Siebenmeter: HV Ilsenburg 6/5 - HT Halberstadt 3/2.

Weichen früh auf Sieg gestellt

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Der HV Ilsenburg hat mit dem 31:27-Erfolg über Anhalt Bernburg II seine blütenweiße Weste in heimischer Harzlandhalle gewahrt.

 
Jaroslav Zuzanek (am Ball) überzeugte in der Abwehr auf halblinker Position ebenso wie im Angriff auf der Kreisläufer-Position. Er steuerte fünf Tore zum Heimsieg des HV Ilsenburg bei. Foto: Ingolf Geßler

Jaroslav Zuzanek (am Ball) überzeugte in der Abwehr auf halblinker Position ebenso wie im Angriff auf der Kreisläufer-Position. Er steuerte fünf Tore zum Heimsieg des HV Ilsenburg bei. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Mit dem verletzten Kreisläufer Dennis Ninnemann mussten die Ilsestädter einen Schlüsselspieler ersetzen. Während sich im Angriff der starke Sebastian Kausch und Jaroslav Zuzanek auf der Kreisläuferposition abwechselten, rückte im Abwehrverbund Lenny Rinke für Ninnemann in den Mittelblock. Eine Maßnahme mit Erfolg, die Abwehr präsentierte sich vom Anpfiff weg sehr sicher. Fand in der Anfangsphase Sebastian Wetzel (10 Tore) immer wieder eine Lücke, so ließ die HVI-Deckung mit einem starken Steffen Homann im Tor ab Minute neun für längere Zeit gar nichts mehr zu. Mit viel Tempo im Angriffsspiel und gelungenen Anspielen an den Kreis zogen die Ilsestädter bis zur 18. Minute auf 10:4 davon. Im Rückraum zeigte sich Michael Gohlke nach seiner Verletzungspause treffsicher, nach gleichem Muster versenkte er den Ball dreimal in Folge im linken unteren Eck.

Auch eine Auszeit des Bernburger Trainer brachte den HV Ilsenburg zunächst nicht aus dem Konzept, die Führung wuchs bis zur 23. Minute weiter auf 14:6 an. Tempogegenstöße nach geblockten Würfen und die einzige Zeitstrafe überhaupt in der ersten Halbzeit gegen Ilsenburgs Zuzanek verhalf den Bernburgern in der Schlussphase des ersten Abschnitts, den Rückstand etwas zu verkürzen. Ärgerlich aus Ilsenburger Sicht war der letzte Treffer vor der Pause, Wetzel versenkte einen Freiwurf direkt durch die Arme der Abwehrmauer. So war der Vorsprung von zwischenzeitlich acht Toren bis zur Pause (16:12) auf die Hälfte zusammen geschmolzen.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann ein ausgeglichenes Spiel. Florian Fahrtmann eröffnete nach drei torlosen Minuten den Torreigen, der Vorsprung pendelte sich im gesamten Verlauf der zweiten Halbzeit zwischen drei und fünf Toren ein. Die Bernburger setzten nun ihren Kreisläufer besser in Szene, mehrere Tore und Siebenmeter waren die Folge. Auch Sebastian Wetzel fand mit seinen Schlagwürfen ab und an wieder eine Lücke in der HVI-Abwehr.

Dies änderte aber nichts daran, dass die Ilsenburger ihren Vorsprung souverän verwalteten und der Sieg nie ernsthaft in Gefahr geriet. Die Hausherren konnten es sich sogar leisten, den angeschlagenen Norman Hoffmann und nach der Pause auch Michael Gohlke zu schonen. Über die Stationen 18:15 (37.), 23:18 (43.) und 27:22 (50.) stand zur Schlusssirene eine sicherer 31:27-Sieg zu Buche.

„Man hat gesehen, dass Bernburg heute einer der stärkeren Gegner war. Immerhin waren sie in der Vorsaison Vizemeister der Verbandsliga Süd. Dennoch war es ein souveräner Sieg, bei dem Sebastian Kausch nicht nur wegen seiner sieben Tore, sondern auch an der Seite von Lenny Rinke im Mittelblock eine herausragende Partie abgeliefert hat. Jetzt gilt es, am kommenden Sonntag gegen Fichte Erdeborn die nächsten Punkte einzufahren, damit wir uns vor dem Harzderby gegen den HT Halberstadt vorn festbeißen“, meinte HVI-Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Gohlke (4), Schneider, Rinke (4), Hain, Kausch (7), Zuzanek (5), Kunze (7/4), Fahrtmann (2), Hoffmann (1), Brune, Lerich (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - Anhalt Bernburg II 2; Siebenmeter: HV Ilsenburg 4/4 - A. Bernburg II 7/5.

Nach der Pause mit mehr Tempo

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Die Verbandsliga-Handballer des HV Ilsenburg haben ihre Erfolgsserie mit einem 36:22 gegen Blau-Rot Coswig áuf vier Sieg ausgebaut.

 
Mit Übersicht legte der junge Außenspieler Florian Matthies den Ball bei seinem einzigen Treffer an Gästekeeper Marius Seifert vorbei. Die Ilsenburger drehten nach der Pause stark auf. Foto: Ingolf Geßler

Mit Übersicht legte der junge Außenspieler Florian Matthies den Ball bei seinem einzigen Treffer an Gästekeeper Marius Seifert vorbei. Die Ilsenburger drehten nach der Pause stark auf. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Partie gegen den Tabellenvorletzten war ein Spiegelbild zum ersten Heimspiel. Wie schon beim 23:19 gegen TuS Radis II benötigten die Schützlinge von Trainergespann Andreas Simon/Tobias Beck die ersten 30 Minuten als Anlaufzeit, um am Ende noch einen souveränen Sieg herauszuwerfen.

Wie gegen Radis fanden die Ilsestädter sehr gut ins Spiel, nach nur 29 Sekunden traf Spielmacher Kieran Schneider zur Führung. Nach drei Minuten stand es 4:1 und für viele stellte sich wohl nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließ Ilsenburg zu viele Chancen liegen und brachte auch nicht das geforderte Tempo in sein Angriffsspiel. In der Abwehr ließen sich die Hausherren vor allem über Außen zu oft düpieren, so schaffte Coswig bis Mitte der ersten Halbzeit den Ausgleich zum 7:7. Trainer Andreas Simon reagierte mit einer Auszeit, die spürbare Steigerung spiegelte sich bis zum Seitenwechsel aber nicht im Ergebnis wider. Die Gäste verkürzten zum 14:13, in den verbleibenden Sekunden schlossen die Ilsestädter ihren Angriff zu spät ab und es blieb zur Pausensirene bei der knappen Ein-Tore-Führung.

Die Halbzeitansprache war dann laut Trainer Andreas Simon „kurz und knackig“, die Mannschaft sollte einfach nur die vor dem Spiel ausgegebene Marschroute umsetzen. Mit schnellen Angriffen sollten die Nahtstellen in der Abwehr gesucht und auch die Kreisläufer in Szene gesetzt werden. „Fortan wurde diese Taktik hervorragend umgesetzt, es ist mir ein Rätsel, warum wir in der ersten Halbzeit so zaghaft gespielt haben“, so der HVI-Coach.

Da sich auch die Abwehr gegenüber der ersten Halbzeit noch einmal steigerte und Jan Pesenecker zahlreiche Würfe parierte, darunter zwei Siebenmeter, zogen die Ilsenburger unaufhaltsam davon. Über die Stationen 19:14 (33.) und 24:16 (43.) war es nach 47 Minuten beim 27:17 erstmals eine Zehn-Tore-Führung. Zwischenzeitlich erhöhte Lenny Rinke sogar auf einen 15-Tore-Vorsprung (35:20), den Coswig in den Schlussminuten noch um ein Tor verkürzte.

„Die zweite Halbzeit haben wir mit 22:9 gewonnen und den Zuschauern guten Tempo­handball geboten. Coswig war nicht mehr in der Lage, eine Schippe drauf zu packen, während wir noch Alternativen auf der Bank hatten und damit einmal mehr die größere mannschaftliche Geschlossenheit vorweisen konnten“, analysierte Trainer Andreas Simon. Diese ist auch am kommenden Sonnabend ab 13 Uhr gefragt, damit die Siegesserie beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Pies­teritz ausgebaut werden kann.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Hoffmann (9/3), Rinke (3), Schneider (1), Fahrtmann (2), Hain (1), Kausch (3), Ninnemann (5), Kunze (6/4), Bittner, Brune (3), Zuzanek (2), Matthies (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - Blau-Rot-Coswig 7 + Rote Karte gegen Enrico Unger (46./dritte Zeitstrafe); Siebenmeter: HV Ilsenburg 9/7 - Blau-Rot Coswig 4/2.

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