Schon nahe an der Perfektion

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Sebastian Kausch (vorn) lieferte in der Abwehr eine starke Partie ab und schraubte seine Trefferkonto in der Schlussphase noch auf vier Treffer. Archivfoto: Ingolf Geßler

Sebastian Kausch (vorn) lieferte in der Abwehr eine starke Partie ab und schraubte seine Trefferkonto in der Schlussphase noch auf vier Treffer. Archivfoto: Ingolf Geßler

Einen 35:22-Erfolg hat der HV Ilsenburg in der Handball-Verbandsliga Süd gegen den Landsberger HV geholt.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Der HV Ilsenburg kommt in der Handball-Verbands­liga Süd mit jedem Spiel besser in Schwung. Beim 35:22-Erfolg über den Landsberger HV sprach Trainer Andreas Simon von einer nahezu perfekten Vorstellung.

Intensives Trainings

Nachdem es in der Auswärtspartie bei der HG 85 Köthen II dem Angriffsspiel etwas an Schnelligkeit gefehlt hatte, wurde im Training intensiv daran gearbeitet, mit Kreuzbewegungen und schnellem Spiel in die Tiefe und Breite die nötigen Freiräume zu schaffen. „Was wir uns im Training erarbeitet und für das Spiel vorgenommen haben, wurde von der ersten bis zur letzten Minute hervorragend umgesetzt. Ich bin hochzufrieden mit der Vorstellung der Mannschaft, die immer bemüht war, Tempo-Handball zu spielen“, lobte Trainer Andreas Simon den starken Auftritt seiner Mannen.

Den ersten Treffer erzielten zwar die Landsberger, die Hausherren hatten aber sofort die richtige Antwort parat und gingen mit einem 4:0-Lauf in Führung. Da der ein der andere Wurf noch nicht genau genug platziert wurde, kam der Landsberger HV durch zwei Treffer aus dem Rückraum noch einmal auf 4:3 heran (7.). Zudem hatte Keeper Steffen Hohmann mit starken Paraden nach Tempogegenstößen die Führung gesichert. Im weiteren Verlauf zog der HV Ilsenburg davon, vor allem Markus Czaja sorgte für viel Wirbel im Angriff. Nach seinem vierten Treffer zum 10:5 reagierte der Gästecoach mit einer Manndeckung (16.).

Schnelles Angriffsspiel

Auch hiervon ließen sich die Ilsenburger nicht aus dem Rhythmus bringen, fortan nutzten Czajas Nebenleute die sich bietenden Räume, um den Vorsprung weiter zu erhöhen. Ob Michal Filous von Rechtsaußen, Chris Sadowski und Lenny Rinke aus dem Rückraum oder Michael Gohlke als sicherer Siebenmeterschütze – mit schnellem Angriffsspiel wurde die Gästeabwehr ein ums andere Mal auseinander genommen und die Führung zur Pause auf 18:11 ausgebaut.

Auch in der zweiten Halbzeit hielt der HV Ilsenburg das Tempo hoch, mit einem 4:0-Lauf binnen drei Minuten zogen die Ilsestädter unaufhaltsam auf 22:11 davon. Mit variablem und schnellem Angriffsspiel wurde immer wieder die Lücke im Deckungsverbund der Gäste gesucht, war diese mal nicht auf Anhieb gegeben, bauten die Ilsenburger ihren Angriff neu auf. Im Verbund mit einer sicheren Deckung und einem konstant stark haltenden Steffen Hohmann zwischen den Pfosten wuchs der Vorsprung bis zur 43. Minute auf 29:15 an.

Rückstand verkürzt

In der Schlussphase ließen die Ilsenburger im Gefühl des sicheren Sieges die ein oder Chance liegen, unter anderem auch zwei Siebenmeter innerhalb einer Minute. Der Landsberger HV, der zwar spielerisch gute Ansätze zeigte, im Abschluss aber die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ, verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich auf elf Tore (32:21/55.). Am deutlichen 35:22-Sieg, der auch in dieser Höhe vollauf verdient war, gab es aber nichts zu rütteln.

„Das war wirklich ein sehr gutes und schnelles Handballspiel meiner Jungs, es war ein nahezu perfekter Tag und ich habe kaum etwas kritisieren. Es bewahrheitet sich, dass wir eine gewisse Zeit benötigen, um unseren Rhythmus zu finden. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, ich bin zuversichtlich, was die kommenden Aufgaben angeht. Eigentlich schade, dass wir am nächsten Wochenende spielfrei sind“, so HVI-Coach Andreas Simon. Danach stehen für den aktuellen Tabellenzweiten zwei weitere Heimspiele an, am 8. Oktober gegen die TSG Calbe/Saale II und am 15. Oktober gegen den HC Burgenland II.

HV Ilsenburg: Homann, Papies - Czaja (6), Zuzanek, Sadowski (6), Hoffmann (3), Filous (4), Kausch (4), Bittner (1), Gohlke (5/5), Rinke (5), Kunze (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - Landsberger HV 5; Siebenmeter: HV Ilsenburg 7/5 - Landsberger HV 3/3 .

In der Schlussphase zu siegessicher

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Wieder einmal hat Ilsenburgs bester Werfer Markus Czaja (am Ball) die Staßfurt Abwehr „ausgewackelt“ und erzielt einen seiner insgesamt neun Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal hat Ilsenburgs bester Werfer Markus Czaja (am Ball) die Staßfurt Abwehr „ausgewackelt“ und erzielt einen seiner insgesamt neun Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg hat das Heimspiel in der Handball-Verbandsliga gegen Rot-Weiß Staßfurt mit 31:27 für sich entschieden.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Verbandsliga-Handballer vom HV Ilsenburg haben im ersten Saisonspiel vor den eigenen Fans nahtlos an die Heimstärke der letzten Spielserie angeknüpft. Der 31:27-Sieg gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt war deutlich souveräner, wie es das Ergebnis aussagt.

Trainer Andreas Simon musste erneut auf drei wichtige Stammkräfte verzichten (Hoffmann, Ninnemann, Gohlke), dafür war Rückkehrer Martin Kays das erste Mal wieder mit von der Partie. In den ersten zehn Minuten verlief die Partie auf Augenhöhe, der HV Ilsenburg legte stets vor, die Oberliga-Reserve des HV Rot-Weiß Staßfurt zog nach. Mit drei Treffern in Serie zum 6:8 gingen die Gäste erstmals in Führung (13.).

„Wir wollten das Tempo von Beginn an hochhalten, waren in dieser Phase aber zu dicht auf der Abwehr und haben uns durch Ballverluste Tempogegenstöße eingefangen“, erklärte Andreas Simon.

Nach Rückstand dreht Ilsenburg auf

Seine Schützlinge ließen sich dadurch aber nicht von ihrer Linie abbringen, im Gegenteil. Es folgte die stärkste Phase der Ilsenburger, mit einem 6:0-Lauf binnen sechs Minuten warfen die Hausherren eine 12:8-Führung heraus. Die Deckung stand in dieser Phase richtig gut und auch Keeper Steffen Hohmann, der unter anderem zwei Strafwürfe parierte, steigerte sich zunehmend.

Auch eine Auszeit und ein vergebener Siebenmeter brachte die ganz in schwarz gekleidete HVI-Sieben nicht aus dem Tritt, die Führung wurde über ein 15:9 (25.) bis zur Pause auf 17:10 ausgebaut. Die letzten beiden Treffer im ersten Abschnitt erzielten die Gastgeber sogar in Unterzahl. Neben Markus Czaja, der sich immer wieder im Eins-gegen-Eins durchsetzte, zeigte sich vor allem Sebastian Kausch in der ersten Halbzeit sehr treffsicher. Sieben seiner acht Tore hatte der Kreisläufer bereits zur Pause erzielt.

„Die Kabinenansprache fiel in Anbetracht der guten Vorstellung sehr gut aus, nach 60 Sekunden war schon alles erzählt und die Jungs sind schnell wieder auf die Platte zurückgekehrt“, blickte Simon auf eine starke Phase ab Mitte der ersten Halbzeit zurück. Seine Jungs sollten das Tempo weiter hochhalten - und dieser Ratschlag wurde beherzigt.

Vorsprung ausgebaut

Der HVI knüpfte nahtlos an die gute erste Halbzeit an, Markus Czaja, Jaroslaw Zuzanek und Eric Kunze, der die folgenden beiden Siebenmeter verwandelte, schraubten den Vorsprung mit ihren Treffern bereits bis zur 41. Minute beim Stand von 25:15 auf zehn Tore. Ein Tempogegenstoß war dabei besonders sehenswert, nach abgeblocktem Ball und Pass von Sebastian Kausch musste Kunze nur noch einen Schritt laufen, ehe er den Ball im Tor­eck versenkte.

Bis sieben Minuten vor Ende sah es bei einer 30:21-Führung weiterhin nach einem klaren Sieg aus, doch dann ließen die Ilsestädter die Zügel im Gefühl des sicheren Sieges etwas schleifen. „Die letzten Minuten waren das einzige Manko einer sonst starken Partie. In dieser Phase haben wir dem Gegner die Bälle förmlich vorgelegt, vom Fußfehler bis zum misslungenen Kempatrick war alles dabei. Auch die Abwehr stand zu offen“, bemängelte HVI-Coach Andreas Simon.

Davon profitierte in erster Linie Staßfurts Kevin Engelhardt, der vier seiner sieben Tore in der Schlussphase erzielte. Der Sieg geriet dadurch aber nicht mehr in Gefahr, am Ende stand ein 31:27 an der Anzeigetafel.

„In der Schlussphase waren wir zu siegessicher, ich hatte aber nie das Gefühl, dass es noch in die Hose geht. Es war wichtig, das erste Heimspiel zu gewinnen. Zu Beginn der Saison läuft noch nicht alles rund, da müssen wir uns durchhangeln. In Köthen sind Denis Ninnemann und Norman Hoffmann wieder dabei, auch da wollen wir was holen“, gibt sich Simon zuversichtlich.

HV Ilsenburg: Hohmann, Papies - Czaja (9), Zuzanek (2), Sadowski (2), Rinke (2), Filous, Kausch (8), Bittner (2), Kunze (6/2), Schneider, Kays.

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - HV Staßfurt II 1; Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/2 - HV Staßfurt II 4/2.

Hoffmann verwandelt nervenstark

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Was für eine Dramatik: Nach deutlichem Rückstand drehte der HV Ilsenburg beim HT 1861 Halberstadt das Derby noch zu seinen Gunsten.

Matthias Eckhardt steigt zum Wurf hoch. Mit zwei Toren hatte er im Derby auch seinen Anteil am hauchdünnen Auswärtssieg in Halberstadt. Foto: Ralph Nehrkorn

Matthias Eckhardt steigt zum Wurf hoch. Mit zwei Toren hatte er im Derby auch seinen Anteil am hauchdünnen Auswärtssieg in Halberstadt. Foto: Ralph Nehrkorn

Halberstadt (fbo) l HVI-Trainer Andreas Simon musste auf Jan Pesenecker, Michael Gohlke, Markus Czaja und Lenny Rinke verzichten. Als Verstärkung nahm er Spieler der zweiten Mannschaft mit.

Im letzten Heimspiel dieser Saison hatten sich die Handballer des HT 1861 Halberstadt gegen den Tabellenzweiten einiges vorgenommen, auch um den Klassenerhalt zu sichern.

Dieses Derby hatte am Sonntagnachmittag alles, was ein Derby haben soll: Das Niveau stimmte, beide Teams warfen alles in die Waagschale und es war vor allen Dingen spannend. In der temporeichen ersten Halbzeit waren die Domstädter das klar bessere Team.

Nach einem ausgeglichenem Beginn (3:3/ 6.) übernahmen die Gastgeber das Kommando. Über eine richtig starke Abwehr mit einem gut haltenden Jens Hoffmann im Tor waren viele Ballgewinne zu verzeichnen, die mehrfach zu erfolgreichen Kontern durch Robert Huber und Jonas Harbach genutzt wurden. Im Angriff zog Marco Eulenstein klug die Fäden und brachte die Rückraumspieler Torsten Reuner und Gerd Uhlmann immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Diese nutzten ihre Chancen zu Toren und so zogen die Halberstädter über ein 8:4 (12.) und 14:8 (15.) bis auf 17:8 (20.) mit neun Toren davon. Das war eine heikle Phase für den HVI, der durch eine Auszeit versuchte, Ordnung in sein Spiel zu bringen. Dies gelang den Gästen auch und sie verkürzten den Rückstand bis zum Halbzeitpfiff auf sechs Tore (20:14). „Die erste Halbzeit fand mehr oder weniger ohne uns statt“, bilanzierte der Ilsenburger Coach Andreas Simon. „Wir haben zu oft die falschen Entscheidungen im Angriff getroffen und in der Defensive keinen Zugriff gefunden.“ Zu allem Überfluss verletzte sich auch Jaroslaw Zuzanek noch, fiel für den Rest der Partie aus.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie bis zur 45. Minute ausgeglichen. Über die Zwischenstände von 24:18 (40.) und 25:21 (45.) konnte der HT 1861 seinen Vorsprung aus der ersten Halbzeit noch halten.

Doch dann zeigten die Gäste, warum sie auf dem zweiten Tabellenplatz der Verbandsliga Staffel Süd stehen. Während die Halberstädter das spielerische Niveau nicht mehr halten konnten und auch kräftemäßig spürbar nachließen, wusste sich der HVI nochmals zu steigern. Mario Dallmann zog gekonnt die Strippen auf der Mitteposition und Norman Hoffmann, Ex-Halberstädter, im linken Rückraum nun klug die Fäden, brachte seine Nebenleute aussichtsreich in Wurfpositionen oder war selbst erfolgreich. So verkürzten die Gäste Tor um Tor und gingen mit dem 30:29 (55.) selbst erstmals in Führung. Zuvor hatten sie auch eine dreifache Unterzahl gemeistert. Die Halberstädter bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf. Angetrieben von Torsten Reuner glichen sie dreimal (30:30/ 57., 31:31/ 58., 32:32/ 59.) aus. Es sah alles nach einem Unentschieden aus.

Eine völlig unnötige und harte Abwehraktion von Gerd Uhlmann auf Rechtsaußen ahndeten die Schiedsrichter in der Schlusssekunde mit einem Siebenmeter für den HV Ilsenburg. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht nehmen und der Halberstädter Norman Hoffmann verwandelte den fälligen Strafwurf souverän zum am Ende sicher auch glücklichen Sieg für den Tabellenzweiten.

Gästecoach Simon: „Zugegeben, das war ein brutales Ende für den HT. Wir sind natürlich glücklich. Das Team hat eine tolle Moral gezeigt, alles gegeben. Die Vize-Meisterschaft kann uns keiner mehr nehmen.“

 

HT 1861 Halberstadt: Hoffmann, Friedrich - Uhlmann (4), Fröhlich, Reuner (8), Liebscher, Huber (4), Harbach (7), Hamann (3), Lehmann (2), Eulenstein (3), Dietrich, Dörge, Kahle.

HV Ilsenburg: Homann, Deuring - Fahrtmann (5), Zuzanek, Hoffmann (10/4), Bittner, Schneider (1), Eckhardt (2), Dallmann (3), Kunze (8/3), Kausch (3), Hain, Müller.

Strafwürfe: HT 7/5, HVI 7/7; Zeitstrafen: HT 5, HVI 8.

Der HV Ilsenburg hat seine zweite Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen müssen.

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Der HV Ilsenburg hat seine zweite Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen müssen.

 
Jaroslaw Zuzanek (am Ball) und Kreisspieler Sebastian Kausch mussten mit dem HV Ilsenburg ihre zweite Heimniederlage in dieser Saiison hinnehmen. Archivfoto: Ingolf Geßler

Jaroslaw Zuzanek (am Ball) und Kreisspieler Sebastian Kausch mussten mit dem HV Ilsenburg ihre zweite Heimniederlage in dieser Saiison hinnehmen. Archivfoto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Mit zwei Punkten gegen den MitkonkurrentenSV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz wollte das Team von Trainergespann Andreas Simon/Tobias Beck den „goldenen März“ abrunden, doch aus dem vierten Sieg in Folge wurde nichts. Durch die 29:34-Niederlage im Verfolgerduell ist nun auch die anvisierte Vizemeisterschaft in der Verbandsliga Süd wieder in Gefahr.

In einem gutklassigen Spiel präsentierten sich der Zweite und Vierte des Verbandsliga-Klassements lange Zeit auf Augenhöhe. Die Gäste vom SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz bestätigten die guten Ergebnisse der letzten Wochen, agierten dabei mit einer gewohnt stabilen 6:0-Deckung. Ausnahme war die Anfangsphase, in der beide Teams mit offenem Visier spielten. Nach drei Minuten hatte bereits siebenmal „geklingelt“, aus Sicht der Gastgeber hieß es 3:4. Während auf Ilsenburger Seite Norman Hoffmann in der Anfangsphase aufdrehte, war bei den Gästen Kristóf Duber aus dem linken Rückraum immer wieder mit Schlagwürfen erfolgreich. Er war auch im weiteren Verlauf der Partie von der HVI-Deckung nie richtig in den Griff zu bekommen und erzielte insgesamt zehn Treffer.

Nach dem schnellen Ausgleich zum 5:5 verlief die Begegnung bis zum 8:8 ausgeglichen, ein 9:11-Rückstand veranlasste HVI-Coach Andreas Simon zur ersten Auszeit (14.). „Nach einer Feinjustierung“ glich Lenny Rinke wenig später zum 12:12 aus, einen erneuten Zwei-Tore-Rückstand beim 14:16 egalisierte Sebastian Kausch nach einem Tempogegenstoß mit der Pausensirene zum 16:16.

Der erste Treffer nach Wiederanpfiff ging zwar auf das Konto der Hausherren, aber eine kurze Schwächephase ließ den Tabellenzweiten erneut mit 18:21 ins Hintertreffen geraten (37.). Der HVI fand aber schnell wieder in die Spur, mit Treffern aus dem Rückraum und nach Tempogegenstößen gelang zwischenzeitlich wieder die Führung zum 23:22 (41.).

Es blieb auch in der Folge ein Duell zweier ebenbürtiger Gegner, bis zum verwandelten Siebenmeter von Eric Kunze zum Stand von 26:26 (48.) war das Spiel völlig offen.

Dann leisteten sich die Ilsenburg allerdings eine folgenschwere Schwächephase. In der Abwehr wurde nicht gut gedeckt, im Angriff leisteten sich die Ilsestädter zu viele Fehlabspiele und trafen oft die falschen Entscheidungen. Dazu kamen einige sehr umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter. Zum einen maßen sie oft mit zweierlei Maß, zum anderen blieben Fouls oft ungeahndet, während es für das anschließende Reklamieren sofort Zeitstrafen gab. Konsequenz war ein 27:32-Rückstand, den der HV Ilsenburg in den verbleibenden Minuten nicht mehr egalisieren konnte.

„Wir haben letztlich gegen drei Gegner verloren: Gegen eine starke Mannschaft aus Wittenberg/Piesteritz, gegen uns selbst aufgrund der vielen Fehlabspiele und vergebenen Chancen in der spielentscheidenden Phase und gegen sehr einseitig pfeifende Schiedsrichter. Nun müssen wir in den drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen punkten, um den zweiten Tabellenplatz zu behaupten“, so HVI-Trainer Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Rinke (3), Gohlke (3), Hoffmann (5), Lerich (1), Kausch (4), Kunze (6/4), Czaja (5), Zuzanek (1), Fahrtmann, Bittner (1), Müller;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 8 - SV Wittenberg/Piesteritz 6; Siebenmeter: HV Ilsenburg 4/4 - SV Wittenberg/Piesteritz 0.

Ilsestädtern fehlt Effizienz vor Tor

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Der HV Ilsenburg muss nach der Niederlage in Erdeborn wieder um die Vize­meisterschaft der Handball-Verbandsliga zittern.

 
Markus Czaja war in Erdeborn mit sieben Treffern bester Ilsenburger Werfer, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Ingolf Geßler

Markus Czaja war in Erdeborn mit sieben Treffern bester Ilsenburger Werfer, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Ilsestädter brauchten einige Zeit um sich mit den Begegebenheit in Erdeborn anzufreuden. Zum einen war der Hallenboden auffallend schief, zum anderen herrschte Wachsverbot. Zwar gingen die Gäste durch Kreisspieler Sebastian Kausch mit 1:0 in Führung, wie sich später herausstellte, sollte dies gleichzeitig die letzte für den Tabellenzweiten bleiben. Viele technische Fehler und Ballverlusten ließen die HV Ilsenburg bis zur neunten Minute mit 2:6 ins Hintertreffen geraten.

Mit einer frühen Auszeit wollte Coach Andreas Simon einige Abstimmungen vornehmen und etwas Ruhe ins Spiel bringen, diese Maßnahme brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Bis zum 10:6 (15.) blieb der Rückstand konstant, wobei die Deckung unbekannte Lücken zeigte, die immer wieder zu Toren vom Kreis oder Rechtsaußen führten. Keeper Jan Pesenecker verhinderte mit starken Paraden einen höheren Rückstand. Durch eine schwache Chancenverwertung wuchs der Rückstand sogar auf 9:15 an (22.). Es folgte die stärkste Phase des HVI, der dank einer sicheren Deckung und schnellen Angriffe über Markus Czaja auf zwei Tore herankam (13:15, 26.). Bei diesem Rückstand blieb es bis zum 17:15 zur Pause.

Eine intensive Analyse in der Kabine, die vor allem das Abstellen der eigenen Fehler als Maßnahme hervorbrachte, sollte nach dem Seitenwechsel die Wende herbeiführen. „Doch wir begannen mit einer völligen Blockade, ein Fehlabspiel und ein überhasteter Wurf ließen den Rückstand auf vier Tore anwachsen“, berichtet HVI-Coach Andreas Simon. Zwar kämpften sich seine Schützlinge immer wieder heran, die Möglichkeit den Anschluss oder Ausgleich herzustellen, wurde aber in auffälliger Regelmäßigkeit durch das Auslassen klarster Chancen vergeben. So wurde beim Stand von 25:24 (47.) gleich zweimal freistehend der Torwart angeworfen, drei Minuten später wurde der Ausgleich durch einen verworfenen Siebenmeter verpasst.

Als sich der HV Ilsenburg beim Stand von 28:26 (55.) einen technischen Fehler und einen der zahlreichen Fehlwürfe leistete und auch noch zwei umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen getroffen wurden, zog der BSV „Fichte“ auf 30:26 davon und entschied das Spiel zu seinen Gunsten.

„An die Bedingungen haben wir uns gut angepasst, letztlich sind wir an der eigenen Chancenverwertung gescheitert. Dennoch muss ich den Jungs ein Lob zollen: obwohl wir mit einem kleinen Kader angereist sind und kaum Wechselmöglichkeiten hatten, haben sie eine tolle Moral gezeigt und sich immer wieder heran gekämpft. Auch wenn nach dem Spielverlauf am Ende sogar mehr möglich war. Durch die Siege der beiden Mitkonkurrenten wird es eine enge Kiste mit der Vizemeisterschaft“, erwartet Andreas Simon mit den noch anstehenden Derby beim HT 1861 Halberstadt am 30. April und dem Saisonabschluss eine Woche darauf gegen den HC Burgenland II ein enges Saisonfinale.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Czaja (7), Rinke (3), Fahrtmann (5), Hoffmann (1), Zuzanek (4), Kausch (7), Matthies (1), Rasch, Beck;

Zeitstrafen: BSV Erdeborn 3 - HV Ilsenburg 3; Siebenmeter: BSV Erdeborn 3/2 - HV Ilsenburg 7/4.

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