Ilsestädter für Topspiel gerüstet

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Kraftvoll hat Michael Gohlke (Mitte) abgezogen, vergeblich versucht Köthens Siegfried Kneist (rechts) den Wurf zu blocken. Mit neun Treffern war der Routinier zum wiederholten Mal erfolgreichster Werfer im Dress des HV Ilsenburg. Foto: Ingolf Geßler

Kraftvoll hat Michael Gohlke (Mitte) abgezogen, vergeblich versucht Köthens Siegfried Kneist (rechts) den Wurf zu blocken. Mit neun Treffern war der Routinier zum wiederholten Mal erfolgreichster Werfer im Dress des HV Ilsenburg. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg hat Platz zwei in der Handball-Verbandsliga Süd behauptet, die HG Köthen II wurde im Verfolgerduell mit 31:27 besiegt.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Obwohl der Tabellendritte nicht in Bestbesetzung und ohne Trainer anreiste, war es für die Ilsestädter die erwartet schwere Aufgabe. Nach ausgeglichenem Beginn erlitt der HVI beim Stand von 4:3 den ersten Rückschlag, Norman Hoffmann verletzte sich bei einer Abwehraktion ohne gegnerische Einwirkung und konnte die Partie nicht mehr fortsetzen. Florian Fahrtmann sprang auf seiner Position sehr gut ein, so zogen die Ilsestädter beim 7:4 erstmals auf drei Tore davon. Doch die Köthener Reserve zeigte sich unbeeindruckt, mit einer Manndeckung gegen Michael Gohlke und etwas Abschlusspech der Ilsenburger schmolz der Vorsprung auf 8:7.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit im Deckungsverbund oft zu früh herauslocken lassen und dadurch den Weg für die Köthener frei gemacht“, fand HVI-Coach Andreas Simon einen Grund dafür, dass sich seine Mannschaft zunächst nicht entscheidend absetzen konnte. Gegen Ende des ersten Abschnitts zog der HVI schließlich über ein 11:8 (21.) noch auf fünf Tore davon (17:12).

In der Kabine sprach Trainer Andreas Simon die Fehler im Abwehrverhalten an, „kurioserweise waren wir in der zweiten Halbzeit oft zu spät und haben so Tore aus der Rückraummitte kassiert“, analysierte der Ilsenburger Trainer. Ein verworfener Siebenmeter und eine Unterzahlsituation ließen die Gäste bis auf zwei Tore herankommen (19:17). Als Florian Fahrtmann Mitte der zweiten Halbzeit beim Stand von 24:20 mit seiner dritten Zeitstrafe des Feldes verwiesen wurde, waren die Alternativen im Rückraum aufgebraucht. Doch Michael Gohlke und ein stark aufspielender Markus Czaja hielten die Führung aufrecht. In den letzten zehn Minuten verwalteten die Hausherren ihren Vorsprung und brachten den achten Sieg im neunten Heimspiel unter Dach und Fach.

„Ich war am Ende schon froh, dass das Spiel seinem Ende entgegen ging. Köthen hat mit dem zur Verfügung stehenden Aufgebot eine sehr gute Vorstellung abgeliefert und gezeigt, dass sie zurecht oben dran sind“, lobte Andreas Simon den Kontrahenten. „Jetzt freuen wir uns auf das Spitzenspiel, natürlich fahren wir auch nach Wittenberg, um das Spiel zu gewinnen. Doch der HBC ist sehr heimstark, das Spiel ist nicht zu vergleichen mit unserem Heimerfolg im Hinspiel. Mit einem Sieg ist die Meisterschaft wieder spannend, bei einer Niederlage wäre Wittenberg wohl durch“, so der HVI-Coach.

HV Ilsenburg: Homann - Fahrtmann (5), Zuzanek (4), Gohlke (9/2), Czaja (7), Hain (2), Kausch (1), Bittner (2), Schneider, Matthies (1), Hoffmann;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 6 + Rote Karte gg. Florian Fahrtmann (3. Zeitstrafe, 45.) - HG Köthen II 7; Siebenmeter: HV Ilsenburg 5/2 - HG Köthen II 7/5.

In Halbzeit zwei mächtig aufgedreht

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Der HV Ilsenburg hat beim 38:23-Sieg gegen Rot-Weiß Staßfurt II einmal mehr seine zurückgewonnene Heimstärke demonstriert.

 
Winter-Neuzugang Markus Czaja, der hier von der Staßfurter Abwehr ordentlich in die Zange genommen wird, zeigte bei seinem ersten Heimspiel mit längerer Einsatzzeit eine überzeugende Partie. Foto: Ingolf Geßler

Winter-Neuzugang Markus Czaja, der hier von der Staßfurter Abwehr ordentlich in die Zange genommen wird, zeigte bei seinem ersten Heimspiel mit längerer Einsatzzeit eine überzeugende Partie. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Nach gutem Start und einer schnellen 2:0-Führung durch Tore von Michael Gohlke und Eric Kunze fanden die Gäste mit zunehmender Spielzeit deutlich besser ins Spiel. Dem Ausgleich zum 3:3 ließen die Ilsestädterzwar kurzzeitig wieder eine Zwei-Tore-Führung zum 7:5 folgen, doch das Geschehen spielte sich auch in der Folge auf Augenhöhe ab. Kurzzeitig führten die Staßfurter mit 9:8 und 12:11, in dieser Phase war es ein sehr enges Spiel.

„Wir hatten in der Abwehr einige Abstimmungsprobleme. Vor allem der rechte Rückraumspieler bekam zu viel Raum. Im Angriff schlossen wir zu früh ab, wurden oft geblockt oder hatten bei Lattentreffern auch etwas Pech“, analysierte HVI-Coach Andreas Simon die erste Halbzeit seiner Mannen. Mike Rach markierte als besagter Rückraumspieler allein in der ersten Halbzeit sieben seiner insgesamt neun Treffer.

In einer Auszeit (23.) mahnte Simon die Abwehr, früher herauszutreten. Auch die Angriffe sollten länger ausgespielt werden. Mit der Umstellung auf zwei Kreisspieler wurde das Angriffsspiel aufgelöst, drei Treffer in Folge ließen die Ilsestädter erstmals auf 15:12 davonziehen (27.). Die Seiten wurden drei Minuten später beim Stand von 16:14 gewechselt.

„Man hat schon gesehen, dass wieder fünf, sechs Spieler gefehlt haben. Auch das unregelmäßige Training wegen fehlender Hallenzeiten in den letzten 14 Tagen machte sich bemerkbar. In der Pause haben wir das Spiel genau analysiert und personell umgestellt“, berichtet der Ilsenburger Coach. Norman Hoffmann nahm Staßfurts Top-Torschützen Mike Rach eher auf, überhaupt legten die Abwehr und ein herausragender Keeper Steffen Ho­mann eine deutliche Steigerung auf die Platte. Auch im Angriff kamen die Ilsenburger nun mächtig ins Rollen, ein 7:1-Lauf gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte die Weichen frühzeitig auf Sieg.

„Nach der Pause hat sich wieder einmal der starke Kader ausgezahlt, mit Jaroslaw Zuzanek als Spielmacher und Markus Czaja kam viel Tempo ins Angriffsspiel“, lobte Andreas Simon. Nach 48 Minuten lagen die Ilsenburgs erstmals mit zehn Toren vorn, auch eine Auszeit des Staßfurter Trainers brachte keine Besserung.

Markus Czaja und Florian Fahrtmann vollstreckten aus dem Rückraum, auch Kreisspieler Sebastian Kausch wurde immer wieder gut ins Szene gesetzt. Vielfach war er nur durch Fouls zu stoppen, hier zeigte sich Michael Gohlke mit acht verwandelten Siebenmetern als „Mr. Hundert Pozent“. Viele Ballgewinne der aufmerksamen Abwehr wurden über Tempogegenstöße in Tore umgemünzt. So stand am Ende ein deutlicher 38:23-Sieg auf der Anzeigetafel, mit dem sich die Ilsenburger eindrucksvoll für die 24:28-Niederlage im Hinspiel revanchiert hatten.

„Nun gilt es, sich auf das nächste Heimspiel am Sonntag gegen die HG Köthen II zu konzentrieren. Wir müssen den klaren Hinspielsieg aus den Köpfen bekommen, denn Köthen hat sich mit einigen Routiniers deutlich verstärkt“, warnt Trainer Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann - Gohlke (9/8), Hoffmann (6), Czaja (5), Fahrtmann (4), Schneider, Zuzanek (1), Kausch (6), Kunze (5), Matthies (1) Hain, Bittner (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - HV Rot-Weiß Staßfurt II 6; Siebenmeter: HV Ilsenburg 8/8 - HV Rot-Weiß Staßfurt II 3/2.

Bescheiden in Richtung Podestplatz

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Marcel Lerich steuerte drei Treffer zum Sieg der Ilsenburger bei. Er und seine Teamkollegen sorgen aktuell für Furore in der Süd-Staffel und gehören bereits jetzt zu den Gewinnern der Saison. Foto: Ingolf Geßler

Marcel Lerich steuerte drei Treffer zum Sieg der Ilsenburger bei. Er und seine Teamkollegen sorgen aktuell für Furore in der Süd-Staffel und gehören bereits jetzt zu den Gewinnern der Saison. Foto: Ingolf Geßler

Dank einer starken Schlussphase hat sich Handball-Verbandsligist HV llsenburg mit 33:30 (17:15) gegen den Jessener SV durchgesetzt.

Von Maria Kurth

Ilsenburg l Bescheidenheit ist eine Tugend, die dem HV Ilsenburg in dieser Saison gut zu Gesicht steht. So wäre es zwar nicht vermessen, das Saisonziel nach dem starken Lauf der Ilsestädter zu korrigieren, doch warum die Erwartungen höher setzen, wenn der Erfolg für sich spricht? Mit dem neunten Saisonsieg ist die Simon-Sieben am Sonntag auf Rang drei geklettert, „wir haben uns mittlerweile in der Liga zurechtgefunden“, sagt der Coach. Ganz bescheiden. „Wir konzentrieren uns mehr auf die einzelnen Spiele. So steht zum Beispiel am nächsten Wochenende ein schweres Auswärtsspiel bei TuS Radis II an“, so Simon. Gelassenheit, die derzeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Ebenso wie die Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

So sah es am Sonntag nach 52 Minuten so aus, als könnte der Jessener SV in Ilsenburg den Auswärtssieg und damit die Überraschung perfekt machen. Nach dem 27:27-Ausgleich setzten sich die Gäste zum 29:27 ab. „Da dachte ich, dass es sehr eng wird und das Spiel vielleicht zugunsten der Jessener kippt“, so Simon. Er reagierte, stellte in der Defensive auf Manndeckung um und brachte Jan Pesenecker für Steffen Homann in der Schlussphase im Tor. Ein gelungener Schachzug, denn über die Station 30:29 brachte ein Siebenmeter die Hausherren mit 31:30 in Front. Zwei weitere Tore von Sebastian Kausch am Kreis sorgten für den umjubelten 33:30-Erfolg.

Ein knappes Endergebnis, das sich bereits in der ersten Hälfte angedeutet hatte. Über die Stationen 5:3 und 9:10 wechselte die Führung ständig. Vor allem, weil die Gastgeber den Jessenern im Angriff zu viel Raum ließen. „Wir waren zu langsam in der Rückwärtsbewegung“, bemängelte Simon, der kurz vor der Pause eine Auszeit nahm – mit Erfolg. Ilsenburg wurde wieder stärker und erarbeitete sich eine knappe 17:15-Pausenführung.

Am Ende war es die Gelassen- und Entschlossenheit der Ilsenburger, die den Unterschied ausmachte. „30 Gegentore sind zu viel, deshalb müssen wir vor allem an der Defensive arbeiten“, sagte Simon, der jedoch auch betonte: „Wenn wir am Ende unter die Top Fünf kommen, ist das schon ein großer Erfolg“.

 

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker – Lerich (3), Hain, Schneider, Rinke, Kausch (9), Brune (9), Ninnemann, Matthies (1), Hartmann, Zuzanek (6), Hoffmann (3), Czaja.

 

Nahtlos an Harzderby angeknüpft

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Der HV Ilsenburg präsentiert sich in der Handball-Verbandsliga Süd weiter in starker Form.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Auch für den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter HBC Wittenberg gab es in der Harzlandhalle nichts zu holen, die Ilsestädter siegten klar mit 33:24.

Wieder hat Michael Gohlke (links) mit Unterstützung von Kreisläufer Sebastian Kausch eine Lücke zwischen den Wittenberger Abwehrrecken gefunden und erzielt einen seiner zwölf Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Wieder hat Michael Gohlke (links) mit Unterstützung von Kreisläufer Sebastian Kausch eine Lücke zwischen den Wittenberger Abwehrrecken gefunden und erzielt einen seiner zwölf Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Der Absteiger aus der Sachsen-Anhalt-Liga reiste als einziges unbesiegtes Team der Liga an, die einzigen Minuspunkte hatten die Wittenberger am „Grünen Tisch“ hinnehmen müssen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit verdeutlichte der HBC, warum er die Tabelle der Verbandsliga Süd souverän anführt. Vor allem die groß gewachsenen Rückraumspieler René Knabe und Janik Beese konnten sich trotz konzentrierter Abwehrleistung immer wieder in Szene setzen. Den gefährlichen Tempogegenstößen über die linke Wittenberger Angriffsseite schob Trainer Andreas Simon mit dem schnellen Marcel Lerich einen Riegel vor.

Begünstigt durch einige Fehlabspiele führten die Gäste in der Anfangsphase zwischenzeitlich mit 4:2, doch Keeper Jan Pesenecker hielt sein Team mit einigen starken Paraden, darunter einen Strafwurf, im Spiel. Der HV Ilsenburg glich schnell wieder zum 4:4 aus, danach verlief das Duell lange Zeit auf Augenhöhe. Bis zum 11:11 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen, dann reagierte HVI-Coach Andreas Simon mit einer Auszeit (27.). Er stellte auf eine Taktik mit zwei Kreisspielern um – und mit den letzten beiden Treffern der ersten Halbzeit warfen die Hausherren eine 14:12-Führung heraus.

Nach Wiederanpfiff erwischten die Ilsenburger einen Start nach Maß, drei gegnerische Angriffe wurden abgefangen und der Vorsprung mit erfolgreichen Abschlüssen auf 17:12 ausgebaut. Die Gäste reagierten mit einer doppelten Manndeckung gegen den Ilsenburger Rückraum, aber ohne den erhofften Erfolg. Hier machte sich einmal mehr die starke Bank bezahlt, der HVI hatte immer eine passende Antwort parat. Ob Johannes Bittner nach schönem Tempogegenstoß, Marcel Lerich über Außen, Jaroslav Zuzanek als Vorbereiter oder Eric Brune mit einem sehenswerten Distanzwurf – die Offensive der Ilsestädter war von den Wittenbergern kaum auszurechnen.

Zum herausragenden Schützen avancierte aber ein Routinier: Michael Gohlke hatte sich bereits vor der Pause sehr treffsicher gezeigt, auch im Verlauf der zweiten Halbzeit versenkte er die Würfe mit viel Übersicht im gegnerischen Gehäuse und zeigte sich auch vom Siebenmeterpunkt mit makelloser Bilanz von fünf verwandelten Strafwürfen nervenstark.

Zwischenzeitlich versuchte es der HBC Wittenberg auch mit einem siebten Feldspieler, doch die HVI-Deckung und ein starker Jan Pesenecker ließen den Gegner verzweifeln. Spätestens als die Führung mit jeweils vier Treffern in Serie auf 21:17 bzw. 30:21 ausgebaut wurde, waren die letzten Zweifel am fünften Sieg im sechsten Heimspiel beseitigt.

„Die Mannschaft hat nahtlos an das gute Derby vor dem Jahreswechsel angeknüpft, der Sieg war letztlich auch in dieser Höhe verdient. Die Jungs können stolz auf die Leistung sein, ich bin mit dem Spiel rundum zufrieden“, lobte Ilsenburgs Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Gohlke(12/5), Rinke (2), Hoffmann (4), Lerich (4), Kausch (4), Ninnemann (1), Bittner (5), Schneider, Zuzanek, Brune (1), Kunze, Hain;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - HBC Wittenberg 3; Siebenmeter: HV Ilsenburg 5/5 - HBC Wittenberg 4/2.

Zwei Kreisläufer als Erfolgsstrategie

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Der HV Ilsenburg hat das erste höherklassige Harzderby nach über vier Jahren gegen den HT Halberstadt mit 33:24 gewonnen.

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Vor einer ordentlichen Zuschauerkulisse zeigten die Ilsenburger sofort, wer Herr in eigener Halle ist. Die HVI-Coaches Andreas Simon und Tobias Beck richteten das Spiel ihrer Mannschaft auf den Gegner aus und spielten über die gesamte Spielzeit hinweg mit zwei Kreisläufern. Diese Taktik ging auf, denn der körperlich robuste Innenblock der Halberstädter hatte mit Dennis Ninnemann und Sebastian Kausch reichlich Arbeit. Entweder wurden die beiden Kreisspieler in Szene gesetzt, oder den Rückraumschützen Michael Gohlke und Norman Hoffmann bot sich die Lücke zum Abschluss. Da auch die Abwehr mit einem starken Keeper Jan Pesenecker als Rückhalt überaus konzentriert zu Werke ging, führten die Ilsenburger schnell mit 4:0.

Erst nach neun Minuten gelang den Halberstädtern ihr erster Torerfolg, die Ilsenburger präsentierten sich aber weiter als das Team mit dem größeren Willen. Zwischenzeitlich ließen auch die Hausherren ein paar gute Chancen liegen, beim 8:6 (20.) schöpften die Halberstädter wieder Hoffnung. Doch die Gastgeber blieben in allen Belangen das bessere Team, setzten sich über die Stationen 10:6 und 12:7 bereits zur Pause auf fünf Tore (14:9) ab.

„Auch nach Wiederanpfiff hatte ich nie das Gefühl, dass der Sieg heute ernsthaft in Gefahr gerät“, lobte HVI-Coach Andreas Simon die konzentrierte Vorstellung seiner Mannen über 60 Minuten. In einem wohltuend fairen Derby kam zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzzeitig etwas Hektik auf, weil erst Halberstadts Christopher Hamann (34.) und knapp vier Minuten später auch Ilsenburgs Norman Hoffmann wegen Foulspiel die Rote Karte sahen. Beide Entscheidungen waren etwas überzogen. In dieser Phase betrug der Vorsprung fünf Tore, auch in der Folge blieb der HT Halberstadt bis zum 24:20 zumindest in Sichtweite.

Danach machte der HV Ilsenburg jedoch kurzen Prozess, mit einem 6:1-Lauf zum 30:21 war die Partie gelaufen. In dieser Phase spielten auch die jungen HVI-Spieler wie Eric Brune und Johannes Bittner, der von Außen drei schön herausgespielte Treffer erzielte, sehr gut auf. In der Schlussphase ließen die Ilsestädter dann die ein oder anderen Möglichkeit liegen, somit hielten die nie aufsteckenden Halberstädter den Rückstand zur Schlusssirene zumindest unter zehn Toren.

„Ich denke den Zuschauern wurde ein Derby auf hohem Niveau geboten. In der entscheidenden Phase hat sich einmal mehr die größere Tiefe und Breite unseres Kaders bezahlt gemacht. Der Sieg war auch ein vorträgliches Geschenk für unseren Vereinspräsidenten“, verwies Trainer Andreas Simon auf Michael Löwes Geburtstag am Montag. Nach dieser vorgezogenen Partie gehen beide Teams eine Woche eher als die Konkurrenz in die Winterpause, die für den Tabellenzweiten HV Ilsenburg am 8. Januar mit dem Topspiel gegen Spitzenreiter HBC Wittenberg endet.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Fahrtmann (3), Schneider, Gohlke (10/4), N. Hoffmann (3), Ninnemann (5), Kausch (4), Kunze, Zuzanek (4), Brune (1), Bittner (3), Hain, Lerich;

HT 1861 Halberstadt: J. Hoffmann, Friedrich - Reuner, Harbach (6), Uhlmann (1), Huber (6), Liebscher (2), Blenke (6/2), Eulenstein (1), Hamann (1), Dietrich, Fröhlich, Mäwius (1), Greiff;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 7 + Rote Karte gegen Norman Hoffmann (38.) - HT Halberstadt 5 + Rote Karte gegen Christopher Hamann (34.); Siebenmeter: HV Ilsenburg 6/5 - HT Halberstadt 3/2.

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