Wernigerode mit längerem Atem zum Sieg

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Im Prestigeduell wurde wie in dieser Szene, die Wernigerodes Maximilian Richter (Nummer 8) erfolgreich abschließt, ordentlich zugepackt. Obwohl vier Spieler vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden, verlief das Derby über weite Strecken sportlich fair. Foto: Ingolf Geßler

Im Prestigeduell wurde wie in dieser Szene, die Wernigerodes Maximilian Richter (Nummer 8) erfolgreich abschließt, ordentlich zugepackt. Obwohl vier Spieler vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden, verlief das Derby über weite Strecken sportlich fair.
Foto: Ingolf Geßler

Verbandsliga-Derby statt Weltmeisterschaft hieß es in der Harzlandhalle.
Von Ingolß Geßler

Ilsenburg l Kurz nach dem die deutsche Handball-Nationalmannschaft das Spiel um Bronze verloren hatte, standen sich der HV Ilsenburg und HV Wernigerode zum Prestigeduell gegenüber.
Zuschauerzuspruch sehr hoch

Etwa 300 Zuschauer strömten in die Harzlandhalle, davon nahezu die Hälfte aus der „Bunten Stadt“. Die Wernigeröder starteten mit dem ersten Tor der Partie auch verheißungsvoll. In der Folge entwickelte sich eine spannende und umkämpfte Begegnung, die von einem Handball-Leckerbissen aber weit entfernt war. Beide Teams übertrafen sich im Auslassen guter Chancen, scheiterten immer wieder an den überragenden Keepern.

Die Ilsenburger zeigten sich in der ersten Hälfte etwas entschlossener und treffsicherer. Mit großem Einsatz wurde um jeden Ball gekämpft, bestes Beispiel war ein Hechtflug von Kreisspieler Sebastian Kausch, der somit noch einen langen Pass zum 8:4 ins Tor lenkte. Die junge HVW-Truppe scheiterte ein ums andere Mal am gut aufgelegtem HVI-Keeper Steffen Hohmann. Bis zum Pausenpfiff konnten die Gäste den Abstand noch auf 10:8 verkürzen, was sie auch ihrem stark haltenden Torwart Michael Grawe zu verdanken hatten. Zur Pause haderten die Wernigeröder mit ihrer Leistung, 19 Fehler bzw. Fehlwürfe bei nur acht Treffern sprachen eine klare Sprache.


Gäste gleichen aus

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte kamen die Gäste besser ins Spiel, Lucas Conradi glich per Strafwurf zum 12:12 aus (36.). Kurz danach kassierte Ilsenburgs Abwehrchef und Kreisläufer Sebastian Kausch seine zweite und nach anschließendem Meckern die dritte Zeitstrafe und musste vorzeitig Duschen (39.). Das Match wogte wieder hin und her. Die Ilsestädter legten vor, der HVW zog nach.

Bei zunehmender Hektik in einem fairen Derby sah Wernigerodes Spielmacher Tom Kaufmann nach einem Wortgefecht mit HVI-Keeper Hohmann die Rot/Blaue Karte, zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren mit 16:14 (47.). Moritz Tischer übernahm nun auf der Aufbauposition die Initiative und mit vier Treffern in Serie wendeten die Gäste das Blatt zu ihren Gunsten (16:18., 51.).
Ovationen nach Schlusspfiff

Als Michael Gohlke, der nach längerer Verletzungspause sein Comeback gab, auf Ilsenburger Seite ebenfalls seine dritten Zeitstrafe kassierte (53.), gelang den Wernigerödern durch Moritz Tischer erstmals eine vorentscheidende Drei-Tore-Führung zum 17:20. Dieser Vorsprung stand nach einer weiteren Roten Karte gegen Wernigerodes Marco Jahn auch zur Schlusssirene auf der Anzeigetafel, mit stehenden Ovationen feierte der HVW-An­hang den 23:20-Derbysieg.
Statistik

HV Ilsenburg: Hohmann, Gelinski - Gohlke (1), Schneider (1), Brune (5), Bittner (3), Kausch (4/1), Kunze (2), Eckardt, Oppermann, Hain, Hoppe (4), Ebeling, Kortegast;

HV Wernigerode: Grawe, Stein - Tischer (6), Kaufmann (4), Schulze, Balint, Conradi (6/3), N. Christiansen (1), Eilers (4), Richter (1), O. Christiansen (1), Jahn, Günther, König;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 12 + Rote Karte gegen Sebastian Kausch (39.) und Michael Gohlke (53.) - HV Wernigerode 4 + Rot/Blaue Karte gegen Tom Kaufmann (47.) und Rote Karte gegen Marco Jahn (54,); Siebenmeter: HV Ilsenburg 2/1 - HV Wernigerode 4/3.

(Quelle: www.volksstimme.de)

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