Ilsenburg l Die Gastgeber, die im Vergleich zur Vorsaison einige Abgänge zu verkraften hatten, standen vor dem Match bei 4:6 Punkten, hatten bis dato allerdings erst ein Heimspiel bestritten und dieses gegen Weißenfels mit 36:31 gewonnen.

Aber es war der HSV, der sofort hellwach war. Nach der Führung durch einen von Sebastian Daudert verwandelten Strafwurf legten die Zerbs- ter mit schnellen Toren von Schwenger, Rummel und Maer- ten nach und in der siebten Minute führte der HSV mit 5:0.

Natürlich reagierten die Gastgeber mit einer Auszeit, erzielten dann auch ihre ersten Treffer, aber der HSV blieb auf Kurs. Wiederum Daudert traf in der 20. Minute zum 10:4 für die Zerbster. Der Matchplan schien bis hierhin aufzugehen. ,,Ich möchte mich im Namen der Mannschaft bei den mitgereisten Fans für die tatkräftige Unterstützung bedanken“, sagte Trainer Markus Zimmermann. „Wir waren in der Lage, in den ersten 20 Minuten unser Spiel durchzusetzen. Danach war das Spiel relativ offen und geprägt von sehr vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten.“

In der Tat, beim HSV klemmte es jetzt im Angriff. Erst in der 30. Minute erzielte Paul Kretschmer den zwölften Treffer für den HSV. Die Gastgeber kämpften darum, den Rückstand zu verkürzen und ohne zu überzeugen, gelang es ihnen bis zur Pause auf drei Tore heran zu kommen.

Das gleiche Bild nach der Pause. Ilsenburg kämpfte sich Tor für Tor heran (16:17, 37.). Dem HSV schien das Spiel zu entgleiten. „Wir waren wieder nicht in der Lage, einen Sechs-Tore-Vorsprung zu verwalten und zu viel mit uns selbst beschäftigt“, sagte Zimmermann.

Aber gerade jetzt zeigte sich ein Unterschied zur letzten Saison. Hatte der HSV doch auswärts in solch engen Phasen einige Spiele aus der Hand gegeben, so scheint er in dieser Spielzeit cleverer und abgeklärter damit umzugehen. Zweimal Daudert und einmal Jonas Hohmann und die Zerbs- ter waren wieder in der Spur (20:16, 42.). Ilsenburg blieb noch bis zum 20:24 (49.) in Schlagweite, danach ging bei den Gastgebern fast nichts mehr und beim HSV fast alles.

Bilanz

,,Schlussendlich waren die Abwehr und Christian Geilich in den letzten 15 Minuten für diesen auch zu hohen Sieg verantwortlich. Ein Sieg mit zwei bis drei Toren wäre gerechtfertigt gewesen, aber Ilsenburg hat ab der 50. Minute auch aufgegeben. Im Angriff konnten wir einige Akzente setzen und spielerisch streckenweise überzeugen“, bilanzierte Zimmermann.

Dem Ziel, so zeitig wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, ist der HSV mit jetzt 8:4 Punkten ein ganzes Stück näher gekommen. In dieser Form hätte es die Mannschaft verdient, das noch mehr Zuschauer und Fans den Weg zu den Heimspielen finden. Nächste Gelegenheit dazu ist am Samstag im Heimspiel gegen den Weifienfelser HV 91.

HSV Zerbst: Geilich, Lorenz, Kilz, Osternann – Ille, Rummel (2), Gerke (1), Krümmling (l), Schwenger (1), Hohmann (2), Daudert (13), Maerten (5), Kieler (4), Kretschmer (3).