Mit blauem Auge davon gekommen

Veröffentlicht in 1. Männermannschaft.

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 
Norman Hoffmann (beim Wurf) erzielte fünf Tore für den HV Ilsenburg. Im Spiel gegen die SG Kühnau tat sich seine Mannschaft schwer, löste die Pflichtaufgabe aber dennoch. Foto: Ingolf Geßler

Norman Hoffmann (beim Wurf) erzielte fünf Tore für den HV Ilsenburg. Im Spiel gegen die SG Kühnau tat sich seine Mannschaft schwer, löste die Pflichtaufgabe aber dennoch. Foto: Ingolf Geßler

Unerwartet schwer hat sich der Tabellenzweite HV Ilsenburg im Duell mit der SG Kühnau II getan. Nur knapp 31:29 setzte sich der HVI durch.

Von Florian Bortfeldt

Ilsenburg l „Wir sind unter dem Strich mit einem blauen Auge davongekommen“, resümierte Trainer Andreas Simon nach dem Abpfiff in der Harzlandhalle treffend. Gegen das Schlusslicht hatte sein Team zu keiner Zeit richtig an die letzten Leistungen anknüpfen können. „Den Grund weiß ich nicht, jedenfalls wurde über 60 Minuten mit angezogener Handbremse agiert.“

Dabei hatte Simon sein Team vorher gewarnt, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber auch wenn mit Michael Gohlke und Florian Fahrtmann zwei Rückraumasse fehlten, dieser Gegner hätte keine Problem darstellen dürfen. Die Harzer waren oft zu spät dran am Kontrahenten, agierten insgesamt zu leise in der Deckung und kamen einfach nicht in die Strümpfe.

Der HVI geriet direkt nach dem Start in Rückstand. Es dauerte bis zur 4. Minute, ehe der erste Harzer Treffer fiel. Nach einigen Fehlwürfen hieß es dennoch 4:4 (8.), danach war diese Partie offen (6:4, 6:5). Erst beim 9:5 wurde es aus HVI-Sicht optimaler, „in der Phase hatten wir sehr schöne Aktionen“, blickte Simon zurück. Lenny Rinke vollendete mit verdeckten Schlagwürfen, Eric Kunze war per Siebenmeter erfolgreich. Der viel zitierte Knoten schien geplatzt. Eine Auszeit brachte die SG Kühnau aber wieder heran (9:7, 10:8/ 20.). Es folgte wieder viel Ilsenburger Leerlauf. Trat der Gastgeber womöglich zu locker auf? Die Gäste jedenfalls waren motiviert, blieben dran (12:10). Als die Ilsestädter anschließend zum 15:10-Pausenstand einnetzten, war Andreas Simon zuversichtlich. „Jetzt läuft es.“

Mit Wiederanpfiff sollte sein Team noch druckvoller auf die Deckung gehen, schneller spielen. Das Verabredete wurde nicht umgesetzt. Stattdessen herrschte die nächste Blockade im Kopf. Für die Zuschauer wurde es so interessant. Weder beim 16:14, noch beim 21:18 (43.) oder beim 24:20 (47.) gelang es den Gastgebern, sich abzusetzen. Als das 25:23 auf der Anzeigetafel aufleuchtete (52.), deutete immer mehr auf einen Krimi hin. Abpraller landeten wiederholt beim Gegner, der nutzte dies. „Solche Dinge passieren uns unter normalen Umständen nicht, wir haben uns anstecken lassen“, fasste Simon zusammen. Beim 29:28 wurde der SG ein Siebenmeter zugesprochen (56.). Torwart Steffen Homann parierte und leistete damit einen ganz wichtigen Dienst. Das Spiel kippte Dank seiner Reaktionsschnelligkeit nicht mehr, stattdessen erhöhte der HVI auf 31:28. „Ich war dann schon froh, dass es vorbei war“, bemerkte Simon.

Am Sonnabend wartet mit dem SV Blau-Rot Coswig ein nächster akuter Abstiegskandidat, Simon: „Wenn wir die Leistung vom Sonntag abrufen, geht es definitiv ins Auge.“ Schon jetzt steht fest, dass der HVI nicht mit voller Kapelle anreisen wird.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Lerich, Hain (1), Bittner (2), Kunze (6/4), Rinke (4), Kausch (3), Ninnemann (1), Czaja (6), Hoffmann (5), Zuzanek (3);

Siebenmeter: HVI 4/4, SG Kühnau II 4/3; Zeitstrafen: HVI 2, SG Kühnau II 4.

 

Facebook News