Erste Pflichtaufgabe souverän erfüllt

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Johannes Bittner (am Ball) sieht sich in dieser Szene gleich zwei Spielern des SV Friesen Frankleben, Kreisspieler Sebastian Kausch (links) bietet sich als Anspielstation an. Foto: Ingolf Geßler

Johannes Bittner (am Ball) sieht sich in dieser Szene gleich zwei Spielern des SV Friesen Frankleben, Kreisspieler Sebastian Kausch (links) bietet sich als Anspielstation an. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg hat mit einem 39:27-Sieg über den SV Friesen Frankleben die erste von zwei „Pflichtaufgaben“ bravourös erfüllt.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Zwei Siege hatte Trainer Andreas Simon aus den bevorstehenden Heimspielen gegen den SV Friesen Frankleben und Tabellenschlusslicht SG Kühnau II gefordert, Teil eins dieser Aufgabe wurde von seiner Mannschaft souverän erfüllt. Schon ein Blick auf die Wechselbänke hätte auf den Spielverlauf schließen lassen können: Während beim HVI trotz einiger Ausfälle (Fahrtmann, Ninnemann, Brune) nur ein Platz auf der 14 Spieler langen Kaderliste frei blieb, saßen bei den Friesen lediglich zwei Wechselspieler auf der Bank, davon ein Torwart.

Ähnlich überlegen präsentierten sich die Ilsestädter dann auch auf dem Spielfeld. Bis zum 2:2 konnten die Gäste mithalten, den ersten parierten Siebenmeter von Jan Pesenecker nutzten die Hausherren im Gegenzug zur 4:2-Führung. „In Anbetracht des kleinen Kaders beim Gegner wollten wir ein hohes Tempo gehen, das hat die Mannschaft auch gut umgesetzt“, analysierte HVI-Trainer Andreas Simon. Über Tempogegenstöße wuchs die Führung schnell auf 8:3 an (10.).

Auf Seiten der Gäste war Torjäger Steffen Holzapfel ein ständiger Unruheherd, egal ob mit Schlagwürfen, über Außen oder durch die Mitte. Am Ende traf er mit zehn Toren auch diesmal zweistellig. Dazu gesellten sich einige Nachlässigkeiten in Ilsenburgs Deckung, die eine zwischenzeitlichen 16:10-Führung noch einmal auf vier Tore zusammen schrumpfen ließ (16:12, 20.). Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte zogen die Ilsestädter das Tempo noch einmal an und bauten die Führung über ein 19:12 (23.) zur Pausensirene auf 24:16 aus. Damit war die Partie bereits zur Hälfte der Spielzeit gelaufen.

Probleme zu Beginn der zweiten Halbzeit

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Ilsenburger mit leichten Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. „Die Manndeckung gegen Michael Gohlke, der vor der Pause fast jeden Wurf verwandelt hatte, hätte unseren beweglichen Rückraumspielern eigentlich entgegen kommen müssen. Doch die Räume wurden nicht gut genutzt. Stattdessen haben wir uns immer wieder verzettelt und auch einige Tempogegenstöße leichtfertig vergeben“, schildert Andreas Simon die Anfangsphase der zweiten Halbzeit, in der die Gäste auf 26:21 (38.) verkürzten.

Ab der 40. Minute bekam der HV Ilsenburg das Spiel wieder in den Griff. Die Abwehr mit einem sicheren Steffen Homann zwischen den Pfosten ließ nur wenig zu, zudem vergaben die Franklebener gleich drei Strafwürfe. Über die Stationen 29:21 und 32:23 stand letztlich ein klarer 39:27-Sieg auf der Anzeigetafel. „Schade, dass es wieder einmal nicht mit dem 40. Tor geklappt hat“, trauerte Simon einem vergebenen Siebenmeter von Sebastian Kausch in der Schlussminute hinterher. Nach 38 Toren gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt II näherten sich die Ilsenburger dieser Marke nun schon auf ein Tor an.

„Am Ende war es ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg, bei dem wir immer souverän in Führung lagen“, lobte der Ilsenburger Coach, der es sich in der fairen Partie mit insgesamt nur drei Zeitstrafen sogar leisten konnte, den angeschlagenen Norman Hoffmann auf der Bank zu schonen.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Czaja (6), Rinke (5), Gohlke (10/1), Zuzanek (4), Lerich (1), Kausch (8), Bittner (4), Kunze (1), Hain, Schneider, Hoffmann;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 1 - SV Friesen Frankleben 2; Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/1 - SV Friesen Frankleben 7/3.

 

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