In Halbzeit zwei mächtig aufgedreht

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Der HV Ilsenburg hat beim 38:23-Sieg gegen Rot-Weiß Staßfurt II einmal mehr seine zurückgewonnene Heimstärke demonstriert.

 
Winter-Neuzugang Markus Czaja, der hier von der Staßfurter Abwehr ordentlich in die Zange genommen wird, zeigte bei seinem ersten Heimspiel mit längerer Einsatzzeit eine überzeugende Partie. Foto: Ingolf Geßler

Winter-Neuzugang Markus Czaja, der hier von der Staßfurter Abwehr ordentlich in die Zange genommen wird, zeigte bei seinem ersten Heimspiel mit längerer Einsatzzeit eine überzeugende Partie. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Nach gutem Start und einer schnellen 2:0-Führung durch Tore von Michael Gohlke und Eric Kunze fanden die Gäste mit zunehmender Spielzeit deutlich besser ins Spiel. Dem Ausgleich zum 3:3 ließen die Ilsestädterzwar kurzzeitig wieder eine Zwei-Tore-Führung zum 7:5 folgen, doch das Geschehen spielte sich auch in der Folge auf Augenhöhe ab. Kurzzeitig führten die Staßfurter mit 9:8 und 12:11, in dieser Phase war es ein sehr enges Spiel.

„Wir hatten in der Abwehr einige Abstimmungsprobleme. Vor allem der rechte Rückraumspieler bekam zu viel Raum. Im Angriff schlossen wir zu früh ab, wurden oft geblockt oder hatten bei Lattentreffern auch etwas Pech“, analysierte HVI-Coach Andreas Simon die erste Halbzeit seiner Mannen. Mike Rach markierte als besagter Rückraumspieler allein in der ersten Halbzeit sieben seiner insgesamt neun Treffer.

In einer Auszeit (23.) mahnte Simon die Abwehr, früher herauszutreten. Auch die Angriffe sollten länger ausgespielt werden. Mit der Umstellung auf zwei Kreisspieler wurde das Angriffsspiel aufgelöst, drei Treffer in Folge ließen die Ilsestädter erstmals auf 15:12 davonziehen (27.). Die Seiten wurden drei Minuten später beim Stand von 16:14 gewechselt.

„Man hat schon gesehen, dass wieder fünf, sechs Spieler gefehlt haben. Auch das unregelmäßige Training wegen fehlender Hallenzeiten in den letzten 14 Tagen machte sich bemerkbar. In der Pause haben wir das Spiel genau analysiert und personell umgestellt“, berichtet der Ilsenburger Coach. Norman Hoffmann nahm Staßfurts Top-Torschützen Mike Rach eher auf, überhaupt legten die Abwehr und ein herausragender Keeper Steffen Ho­mann eine deutliche Steigerung auf die Platte. Auch im Angriff kamen die Ilsenburger nun mächtig ins Rollen, ein 7:1-Lauf gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte die Weichen frühzeitig auf Sieg.

„Nach der Pause hat sich wieder einmal der starke Kader ausgezahlt, mit Jaroslaw Zuzanek als Spielmacher und Markus Czaja kam viel Tempo ins Angriffsspiel“, lobte Andreas Simon. Nach 48 Minuten lagen die Ilsenburgs erstmals mit zehn Toren vorn, auch eine Auszeit des Staßfurter Trainers brachte keine Besserung.

Markus Czaja und Florian Fahrtmann vollstreckten aus dem Rückraum, auch Kreisspieler Sebastian Kausch wurde immer wieder gut ins Szene gesetzt. Vielfach war er nur durch Fouls zu stoppen, hier zeigte sich Michael Gohlke mit acht verwandelten Siebenmetern als „Mr. Hundert Pozent“. Viele Ballgewinne der aufmerksamen Abwehr wurden über Tempogegenstöße in Tore umgemünzt. So stand am Ende ein deutlicher 38:23-Sieg auf der Anzeigetafel, mit dem sich die Ilsenburger eindrucksvoll für die 24:28-Niederlage im Hinspiel revanchiert hatten.

„Nun gilt es, sich auf das nächste Heimspiel am Sonntag gegen die HG Köthen II zu konzentrieren. Wir müssen den klaren Hinspielsieg aus den Köpfen bekommen, denn Köthen hat sich mit einigen Routiniers deutlich verstärkt“, warnt Trainer Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann - Gohlke (9/8), Hoffmann (6), Czaja (5), Fahrtmann (4), Schneider, Zuzanek (1), Kausch (6), Kunze (5), Matthies (1) Hain, Bittner (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - HV Rot-Weiß Staßfurt II 6; Siebenmeter: HV Ilsenburg 8/8 - HV Rot-Weiß Staßfurt II 3/2.

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