Weichen früh auf Sieg gestellt

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Der HV Ilsenburg hat mit dem 31:27-Erfolg über Anhalt Bernburg II seine blütenweiße Weste in heimischer Harzlandhalle gewahrt.

 
Jaroslav Zuzanek (am Ball) überzeugte in der Abwehr auf halblinker Position ebenso wie im Angriff auf der Kreisläufer-Position. Er steuerte fünf Tore zum Heimsieg des HV Ilsenburg bei. Foto: Ingolf Geßler

Jaroslav Zuzanek (am Ball) überzeugte in der Abwehr auf halblinker Position ebenso wie im Angriff auf der Kreisläufer-Position. Er steuerte fünf Tore zum Heimsieg des HV Ilsenburg bei. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Mit dem verletzten Kreisläufer Dennis Ninnemann mussten die Ilsestädter einen Schlüsselspieler ersetzen. Während sich im Angriff der starke Sebastian Kausch und Jaroslav Zuzanek auf der Kreisläuferposition abwechselten, rückte im Abwehrverbund Lenny Rinke für Ninnemann in den Mittelblock. Eine Maßnahme mit Erfolg, die Abwehr präsentierte sich vom Anpfiff weg sehr sicher. Fand in der Anfangsphase Sebastian Wetzel (10 Tore) immer wieder eine Lücke, so ließ die HVI-Deckung mit einem starken Steffen Homann im Tor ab Minute neun für längere Zeit gar nichts mehr zu. Mit viel Tempo im Angriffsspiel und gelungenen Anspielen an den Kreis zogen die Ilsestädter bis zur 18. Minute auf 10:4 davon. Im Rückraum zeigte sich Michael Gohlke nach seiner Verletzungspause treffsicher, nach gleichem Muster versenkte er den Ball dreimal in Folge im linken unteren Eck.

Auch eine Auszeit des Bernburger Trainer brachte den HV Ilsenburg zunächst nicht aus dem Konzept, die Führung wuchs bis zur 23. Minute weiter auf 14:6 an. Tempogegenstöße nach geblockten Würfen und die einzige Zeitstrafe überhaupt in der ersten Halbzeit gegen Ilsenburgs Zuzanek verhalf den Bernburgern in der Schlussphase des ersten Abschnitts, den Rückstand etwas zu verkürzen. Ärgerlich aus Ilsenburger Sicht war der letzte Treffer vor der Pause, Wetzel versenkte einen Freiwurf direkt durch die Arme der Abwehrmauer. So war der Vorsprung von zwischenzeitlich acht Toren bis zur Pause (16:12) auf die Hälfte zusammen geschmolzen.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann ein ausgeglichenes Spiel. Florian Fahrtmann eröffnete nach drei torlosen Minuten den Torreigen, der Vorsprung pendelte sich im gesamten Verlauf der zweiten Halbzeit zwischen drei und fünf Toren ein. Die Bernburger setzten nun ihren Kreisläufer besser in Szene, mehrere Tore und Siebenmeter waren die Folge. Auch Sebastian Wetzel fand mit seinen Schlagwürfen ab und an wieder eine Lücke in der HVI-Abwehr.

Dies änderte aber nichts daran, dass die Ilsenburger ihren Vorsprung souverän verwalteten und der Sieg nie ernsthaft in Gefahr geriet. Die Hausherren konnten es sich sogar leisten, den angeschlagenen Norman Hoffmann und nach der Pause auch Michael Gohlke zu schonen. Über die Stationen 18:15 (37.), 23:18 (43.) und 27:22 (50.) stand zur Schlusssirene eine sicherer 31:27-Sieg zu Buche.

„Man hat gesehen, dass Bernburg heute einer der stärkeren Gegner war. Immerhin waren sie in der Vorsaison Vizemeister der Verbandsliga Süd. Dennoch war es ein souveräner Sieg, bei dem Sebastian Kausch nicht nur wegen seiner sieben Tore, sondern auch an der Seite von Lenny Rinke im Mittelblock eine herausragende Partie abgeliefert hat. Jetzt gilt es, am kommenden Sonntag gegen Fichte Erdeborn die nächsten Punkte einzufahren, damit wir uns vor dem Harzderby gegen den HT Halberstadt vorn festbeißen“, meinte HVI-Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Gohlke (4), Schneider, Rinke (4), Hain, Kausch (7), Zuzanek (5), Kunze (7/4), Fahrtmann (2), Hoffmann (1), Brune, Lerich (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - Anhalt Bernburg II 2; Siebenmeter: HV Ilsenburg 4/4 - A. Bernburg II 7/5.

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