Nach der Pause mit mehr Tempo

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Die Verbandsliga-Handballer des HV Ilsenburg haben ihre Erfolgsserie mit einem 36:22 gegen Blau-Rot Coswig áuf vier Sieg ausgebaut.

 
Mit Übersicht legte der junge Außenspieler Florian Matthies den Ball bei seinem einzigen Treffer an Gästekeeper Marius Seifert vorbei. Die Ilsenburger drehten nach der Pause stark auf. Foto: Ingolf Geßler

Mit Übersicht legte der junge Außenspieler Florian Matthies den Ball bei seinem einzigen Treffer an Gästekeeper Marius Seifert vorbei. Die Ilsenburger drehten nach der Pause stark auf. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Partie gegen den Tabellenvorletzten war ein Spiegelbild zum ersten Heimspiel. Wie schon beim 23:19 gegen TuS Radis II benötigten die Schützlinge von Trainergespann Andreas Simon/Tobias Beck die ersten 30 Minuten als Anlaufzeit, um am Ende noch einen souveränen Sieg herauszuwerfen.

Wie gegen Radis fanden die Ilsestädter sehr gut ins Spiel, nach nur 29 Sekunden traf Spielmacher Kieran Schneider zur Führung. Nach drei Minuten stand es 4:1 und für viele stellte sich wohl nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließ Ilsenburg zu viele Chancen liegen und brachte auch nicht das geforderte Tempo in sein Angriffsspiel. In der Abwehr ließen sich die Hausherren vor allem über Außen zu oft düpieren, so schaffte Coswig bis Mitte der ersten Halbzeit den Ausgleich zum 7:7. Trainer Andreas Simon reagierte mit einer Auszeit, die spürbare Steigerung spiegelte sich bis zum Seitenwechsel aber nicht im Ergebnis wider. Die Gäste verkürzten zum 14:13, in den verbleibenden Sekunden schlossen die Ilsestädter ihren Angriff zu spät ab und es blieb zur Pausensirene bei der knappen Ein-Tore-Führung.

Die Halbzeitansprache war dann laut Trainer Andreas Simon „kurz und knackig“, die Mannschaft sollte einfach nur die vor dem Spiel ausgegebene Marschroute umsetzen. Mit schnellen Angriffen sollten die Nahtstellen in der Abwehr gesucht und auch die Kreisläufer in Szene gesetzt werden. „Fortan wurde diese Taktik hervorragend umgesetzt, es ist mir ein Rätsel, warum wir in der ersten Halbzeit so zaghaft gespielt haben“, so der HVI-Coach.

Da sich auch die Abwehr gegenüber der ersten Halbzeit noch einmal steigerte und Jan Pesenecker zahlreiche Würfe parierte, darunter zwei Siebenmeter, zogen die Ilsenburger unaufhaltsam davon. Über die Stationen 19:14 (33.) und 24:16 (43.) war es nach 47 Minuten beim 27:17 erstmals eine Zehn-Tore-Führung. Zwischenzeitlich erhöhte Lenny Rinke sogar auf einen 15-Tore-Vorsprung (35:20), den Coswig in den Schlussminuten noch um ein Tor verkürzte.

„Die zweite Halbzeit haben wir mit 22:9 gewonnen und den Zuschauern guten Tempo­handball geboten. Coswig war nicht mehr in der Lage, eine Schippe drauf zu packen, während wir noch Alternativen auf der Bank hatten und damit einmal mehr die größere mannschaftliche Geschlossenheit vorweisen konnten“, analysierte Trainer Andreas Simon. Diese ist auch am kommenden Sonnabend ab 13 Uhr gefragt, damit die Siegesserie beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Pies­teritz ausgebaut werden kann.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Hoffmann (9/3), Rinke (3), Schneider (1), Fahrtmann (2), Hain (1), Kausch (3), Ninnemann (5), Kunze (6/4), Bittner, Brune (3), Zuzanek (2), Matthies (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - Blau-Rot-Coswig 7 + Rote Karte gegen Enrico Unger (46./dritte Zeitstrafe); Siebenmeter: HV Ilsenburg 9/7 - Blau-Rot Coswig 4/2.

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