Hoffmann verwandelt nervenstark

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Was für eine Dramatik: Nach deutlichem Rückstand drehte der HV Ilsenburg beim HT 1861 Halberstadt das Derby noch zu seinen Gunsten.

Matthias Eckhardt steigt zum Wurf hoch. Mit zwei Toren hatte er im Derby auch seinen Anteil am hauchdünnen Auswärtssieg in Halberstadt. Foto: Ralph Nehrkorn

Matthias Eckhardt steigt zum Wurf hoch. Mit zwei Toren hatte er im Derby auch seinen Anteil am hauchdünnen Auswärtssieg in Halberstadt. Foto: Ralph Nehrkorn

Halberstadt (fbo) l HVI-Trainer Andreas Simon musste auf Jan Pesenecker, Michael Gohlke, Markus Czaja und Lenny Rinke verzichten. Als Verstärkung nahm er Spieler der zweiten Mannschaft mit.

Im letzten Heimspiel dieser Saison hatten sich die Handballer des HT 1861 Halberstadt gegen den Tabellenzweiten einiges vorgenommen, auch um den Klassenerhalt zu sichern.

Dieses Derby hatte am Sonntagnachmittag alles, was ein Derby haben soll: Das Niveau stimmte, beide Teams warfen alles in die Waagschale und es war vor allen Dingen spannend. In der temporeichen ersten Halbzeit waren die Domstädter das klar bessere Team.

Nach einem ausgeglichenem Beginn (3:3/ 6.) übernahmen die Gastgeber das Kommando. Über eine richtig starke Abwehr mit einem gut haltenden Jens Hoffmann im Tor waren viele Ballgewinne zu verzeichnen, die mehrfach zu erfolgreichen Kontern durch Robert Huber und Jonas Harbach genutzt wurden. Im Angriff zog Marco Eulenstein klug die Fäden und brachte die Rückraumspieler Torsten Reuner und Gerd Uhlmann immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Diese nutzten ihre Chancen zu Toren und so zogen die Halberstädter über ein 8:4 (12.) und 14:8 (15.) bis auf 17:8 (20.) mit neun Toren davon. Das war eine heikle Phase für den HVI, der durch eine Auszeit versuchte, Ordnung in sein Spiel zu bringen. Dies gelang den Gästen auch und sie verkürzten den Rückstand bis zum Halbzeitpfiff auf sechs Tore (20:14). „Die erste Halbzeit fand mehr oder weniger ohne uns statt“, bilanzierte der Ilsenburger Coach Andreas Simon. „Wir haben zu oft die falschen Entscheidungen im Angriff getroffen und in der Defensive keinen Zugriff gefunden.“ Zu allem Überfluss verletzte sich auch Jaroslaw Zuzanek noch, fiel für den Rest der Partie aus.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie bis zur 45. Minute ausgeglichen. Über die Zwischenstände von 24:18 (40.) und 25:21 (45.) konnte der HT 1861 seinen Vorsprung aus der ersten Halbzeit noch halten.

Doch dann zeigten die Gäste, warum sie auf dem zweiten Tabellenplatz der Verbandsliga Staffel Süd stehen. Während die Halberstädter das spielerische Niveau nicht mehr halten konnten und auch kräftemäßig spürbar nachließen, wusste sich der HVI nochmals zu steigern. Mario Dallmann zog gekonnt die Strippen auf der Mitteposition und Norman Hoffmann, Ex-Halberstädter, im linken Rückraum nun klug die Fäden, brachte seine Nebenleute aussichtsreich in Wurfpositionen oder war selbst erfolgreich. So verkürzten die Gäste Tor um Tor und gingen mit dem 30:29 (55.) selbst erstmals in Führung. Zuvor hatten sie auch eine dreifache Unterzahl gemeistert. Die Halberstädter bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf. Angetrieben von Torsten Reuner glichen sie dreimal (30:30/ 57., 31:31/ 58., 32:32/ 59.) aus. Es sah alles nach einem Unentschieden aus.

Eine völlig unnötige und harte Abwehraktion von Gerd Uhlmann auf Rechtsaußen ahndeten die Schiedsrichter in der Schlusssekunde mit einem Siebenmeter für den HV Ilsenburg. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht nehmen und der Halberstädter Norman Hoffmann verwandelte den fälligen Strafwurf souverän zum am Ende sicher auch glücklichen Sieg für den Tabellenzweiten.

Gästecoach Simon: „Zugegeben, das war ein brutales Ende für den HT. Wir sind natürlich glücklich. Das Team hat eine tolle Moral gezeigt, alles gegeben. Die Vize-Meisterschaft kann uns keiner mehr nehmen.“

 

HT 1861 Halberstadt: Hoffmann, Friedrich - Uhlmann (4), Fröhlich, Reuner (8), Liebscher, Huber (4), Harbach (7), Hamann (3), Lehmann (2), Eulenstein (3), Dietrich, Dörge, Kahle.

HV Ilsenburg: Homann, Deuring - Fahrtmann (5), Zuzanek, Hoffmann (10/4), Bittner, Schneider (1), Eckhardt (2), Dallmann (3), Kunze (8/3), Kausch (3), Hain, Müller.

Strafwürfe: HT 7/5, HVI 7/7; Zeitstrafen: HT 5, HVI 8.

Der HV Ilsenburg hat seine zweite Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen müssen.

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Der HV Ilsenburg hat seine zweite Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen müssen.

 
Jaroslaw Zuzanek (am Ball) und Kreisspieler Sebastian Kausch mussten mit dem HV Ilsenburg ihre zweite Heimniederlage in dieser Saiison hinnehmen. Archivfoto: Ingolf Geßler

Jaroslaw Zuzanek (am Ball) und Kreisspieler Sebastian Kausch mussten mit dem HV Ilsenburg ihre zweite Heimniederlage in dieser Saiison hinnehmen. Archivfoto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Mit zwei Punkten gegen den MitkonkurrentenSV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz wollte das Team von Trainergespann Andreas Simon/Tobias Beck den „goldenen März“ abrunden, doch aus dem vierten Sieg in Folge wurde nichts. Durch die 29:34-Niederlage im Verfolgerduell ist nun auch die anvisierte Vizemeisterschaft in der Verbandsliga Süd wieder in Gefahr.

In einem gutklassigen Spiel präsentierten sich der Zweite und Vierte des Verbandsliga-Klassements lange Zeit auf Augenhöhe. Die Gäste vom SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz bestätigten die guten Ergebnisse der letzten Wochen, agierten dabei mit einer gewohnt stabilen 6:0-Deckung. Ausnahme war die Anfangsphase, in der beide Teams mit offenem Visier spielten. Nach drei Minuten hatte bereits siebenmal „geklingelt“, aus Sicht der Gastgeber hieß es 3:4. Während auf Ilsenburger Seite Norman Hoffmann in der Anfangsphase aufdrehte, war bei den Gästen Kristóf Duber aus dem linken Rückraum immer wieder mit Schlagwürfen erfolgreich. Er war auch im weiteren Verlauf der Partie von der HVI-Deckung nie richtig in den Griff zu bekommen und erzielte insgesamt zehn Treffer.

Nach dem schnellen Ausgleich zum 5:5 verlief die Begegnung bis zum 8:8 ausgeglichen, ein 9:11-Rückstand veranlasste HVI-Coach Andreas Simon zur ersten Auszeit (14.). „Nach einer Feinjustierung“ glich Lenny Rinke wenig später zum 12:12 aus, einen erneuten Zwei-Tore-Rückstand beim 14:16 egalisierte Sebastian Kausch nach einem Tempogegenstoß mit der Pausensirene zum 16:16.

Der erste Treffer nach Wiederanpfiff ging zwar auf das Konto der Hausherren, aber eine kurze Schwächephase ließ den Tabellenzweiten erneut mit 18:21 ins Hintertreffen geraten (37.). Der HVI fand aber schnell wieder in die Spur, mit Treffern aus dem Rückraum und nach Tempogegenstößen gelang zwischenzeitlich wieder die Führung zum 23:22 (41.).

Es blieb auch in der Folge ein Duell zweier ebenbürtiger Gegner, bis zum verwandelten Siebenmeter von Eric Kunze zum Stand von 26:26 (48.) war das Spiel völlig offen.

Dann leisteten sich die Ilsenburg allerdings eine folgenschwere Schwächephase. In der Abwehr wurde nicht gut gedeckt, im Angriff leisteten sich die Ilsestädter zu viele Fehlabspiele und trafen oft die falschen Entscheidungen. Dazu kamen einige sehr umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter. Zum einen maßen sie oft mit zweierlei Maß, zum anderen blieben Fouls oft ungeahndet, während es für das anschließende Reklamieren sofort Zeitstrafen gab. Konsequenz war ein 27:32-Rückstand, den der HV Ilsenburg in den verbleibenden Minuten nicht mehr egalisieren konnte.

„Wir haben letztlich gegen drei Gegner verloren: Gegen eine starke Mannschaft aus Wittenberg/Piesteritz, gegen uns selbst aufgrund der vielen Fehlabspiele und vergebenen Chancen in der spielentscheidenden Phase und gegen sehr einseitig pfeifende Schiedsrichter. Nun müssen wir in den drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen punkten, um den zweiten Tabellenplatz zu behaupten“, so HVI-Trainer Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Rinke (3), Gohlke (3), Hoffmann (5), Lerich (1), Kausch (4), Kunze (6/4), Czaja (5), Zuzanek (1), Fahrtmann, Bittner (1), Müller;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 8 - SV Wittenberg/Piesteritz 6; Siebenmeter: HV Ilsenburg 4/4 - SV Wittenberg/Piesteritz 0.

Ilsestädtern fehlt Effizienz vor Tor

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Der HV Ilsenburg muss nach der Niederlage in Erdeborn wieder um die Vize­meisterschaft der Handball-Verbandsliga zittern.

 
Markus Czaja war in Erdeborn mit sieben Treffern bester Ilsenburger Werfer, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Ingolf Geßler

Markus Czaja war in Erdeborn mit sieben Treffern bester Ilsenburger Werfer, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Ilsestädter brauchten einige Zeit um sich mit den Begegebenheit in Erdeborn anzufreuden. Zum einen war der Hallenboden auffallend schief, zum anderen herrschte Wachsverbot. Zwar gingen die Gäste durch Kreisspieler Sebastian Kausch mit 1:0 in Führung, wie sich später herausstellte, sollte dies gleichzeitig die letzte für den Tabellenzweiten bleiben. Viele technische Fehler und Ballverlusten ließen die HV Ilsenburg bis zur neunten Minute mit 2:6 ins Hintertreffen geraten.

Mit einer frühen Auszeit wollte Coach Andreas Simon einige Abstimmungen vornehmen und etwas Ruhe ins Spiel bringen, diese Maßnahme brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Bis zum 10:6 (15.) blieb der Rückstand konstant, wobei die Deckung unbekannte Lücken zeigte, die immer wieder zu Toren vom Kreis oder Rechtsaußen führten. Keeper Jan Pesenecker verhinderte mit starken Paraden einen höheren Rückstand. Durch eine schwache Chancenverwertung wuchs der Rückstand sogar auf 9:15 an (22.). Es folgte die stärkste Phase des HVI, der dank einer sicheren Deckung und schnellen Angriffe über Markus Czaja auf zwei Tore herankam (13:15, 26.). Bei diesem Rückstand blieb es bis zum 17:15 zur Pause.

Eine intensive Analyse in der Kabine, die vor allem das Abstellen der eigenen Fehler als Maßnahme hervorbrachte, sollte nach dem Seitenwechsel die Wende herbeiführen. „Doch wir begannen mit einer völligen Blockade, ein Fehlabspiel und ein überhasteter Wurf ließen den Rückstand auf vier Tore anwachsen“, berichtet HVI-Coach Andreas Simon. Zwar kämpften sich seine Schützlinge immer wieder heran, die Möglichkeit den Anschluss oder Ausgleich herzustellen, wurde aber in auffälliger Regelmäßigkeit durch das Auslassen klarster Chancen vergeben. So wurde beim Stand von 25:24 (47.) gleich zweimal freistehend der Torwart angeworfen, drei Minuten später wurde der Ausgleich durch einen verworfenen Siebenmeter verpasst.

Als sich der HV Ilsenburg beim Stand von 28:26 (55.) einen technischen Fehler und einen der zahlreichen Fehlwürfe leistete und auch noch zwei umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen getroffen wurden, zog der BSV „Fichte“ auf 30:26 davon und entschied das Spiel zu seinen Gunsten.

„An die Bedingungen haben wir uns gut angepasst, letztlich sind wir an der eigenen Chancenverwertung gescheitert. Dennoch muss ich den Jungs ein Lob zollen: obwohl wir mit einem kleinen Kader angereist sind und kaum Wechselmöglichkeiten hatten, haben sie eine tolle Moral gezeigt und sich immer wieder heran gekämpft. Auch wenn nach dem Spielverlauf am Ende sogar mehr möglich war. Durch die Siege der beiden Mitkonkurrenten wird es eine enge Kiste mit der Vizemeisterschaft“, erwartet Andreas Simon mit den noch anstehenden Derby beim HT 1861 Halberstadt am 30. April und dem Saisonabschluss eine Woche darauf gegen den HC Burgenland II ein enges Saisonfinale.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Czaja (7), Rinke (3), Fahrtmann (5), Hoffmann (1), Zuzanek (4), Kausch (7), Matthies (1), Rasch, Beck;

Zeitstrafen: BSV Erdeborn 3 - HV Ilsenburg 3; Siebenmeter: BSV Erdeborn 3/2 - HV Ilsenburg 7/4.

Mit blauem Auge davon gekommen

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Norman Hoffmann (beim Wurf) erzielte fünf Tore für den HV Ilsenburg. Im Spiel gegen die SG Kühnau tat sich seine Mannschaft schwer, löste die Pflichtaufgabe aber dennoch. Foto: Ingolf Geßler

Norman Hoffmann (beim Wurf) erzielte fünf Tore für den HV Ilsenburg. Im Spiel gegen die SG Kühnau tat sich seine Mannschaft schwer, löste die Pflichtaufgabe aber dennoch. Foto: Ingolf Geßler

Unerwartet schwer hat sich der Tabellenzweite HV Ilsenburg im Duell mit der SG Kühnau II getan. Nur knapp 31:29 setzte sich der HVI durch.

Von Florian Bortfeldt

Ilsenburg l „Wir sind unter dem Strich mit einem blauen Auge davongekommen“, resümierte Trainer Andreas Simon nach dem Abpfiff in der Harzlandhalle treffend. Gegen das Schlusslicht hatte sein Team zu keiner Zeit richtig an die letzten Leistungen anknüpfen können. „Den Grund weiß ich nicht, jedenfalls wurde über 60 Minuten mit angezogener Handbremse agiert.“

Dabei hatte Simon sein Team vorher gewarnt, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber auch wenn mit Michael Gohlke und Florian Fahrtmann zwei Rückraumasse fehlten, dieser Gegner hätte keine Problem darstellen dürfen. Die Harzer waren oft zu spät dran am Kontrahenten, agierten insgesamt zu leise in der Deckung und kamen einfach nicht in die Strümpfe.

Der HVI geriet direkt nach dem Start in Rückstand. Es dauerte bis zur 4. Minute, ehe der erste Harzer Treffer fiel. Nach einigen Fehlwürfen hieß es dennoch 4:4 (8.), danach war diese Partie offen (6:4, 6:5). Erst beim 9:5 wurde es aus HVI-Sicht optimaler, „in der Phase hatten wir sehr schöne Aktionen“, blickte Simon zurück. Lenny Rinke vollendete mit verdeckten Schlagwürfen, Eric Kunze war per Siebenmeter erfolgreich. Der viel zitierte Knoten schien geplatzt. Eine Auszeit brachte die SG Kühnau aber wieder heran (9:7, 10:8/ 20.). Es folgte wieder viel Ilsenburger Leerlauf. Trat der Gastgeber womöglich zu locker auf? Die Gäste jedenfalls waren motiviert, blieben dran (12:10). Als die Ilsestädter anschließend zum 15:10-Pausenstand einnetzten, war Andreas Simon zuversichtlich. „Jetzt läuft es.“

Mit Wiederanpfiff sollte sein Team noch druckvoller auf die Deckung gehen, schneller spielen. Das Verabredete wurde nicht umgesetzt. Stattdessen herrschte die nächste Blockade im Kopf. Für die Zuschauer wurde es so interessant. Weder beim 16:14, noch beim 21:18 (43.) oder beim 24:20 (47.) gelang es den Gastgebern, sich abzusetzen. Als das 25:23 auf der Anzeigetafel aufleuchtete (52.), deutete immer mehr auf einen Krimi hin. Abpraller landeten wiederholt beim Gegner, der nutzte dies. „Solche Dinge passieren uns unter normalen Umständen nicht, wir haben uns anstecken lassen“, fasste Simon zusammen. Beim 29:28 wurde der SG ein Siebenmeter zugesprochen (56.). Torwart Steffen Homann parierte und leistete damit einen ganz wichtigen Dienst. Das Spiel kippte Dank seiner Reaktionsschnelligkeit nicht mehr, stattdessen erhöhte der HVI auf 31:28. „Ich war dann schon froh, dass es vorbei war“, bemerkte Simon.

Am Sonnabend wartet mit dem SV Blau-Rot Coswig ein nächster akuter Abstiegskandidat, Simon: „Wenn wir die Leistung vom Sonntag abrufen, geht es definitiv ins Auge.“ Schon jetzt steht fest, dass der HVI nicht mit voller Kapelle anreisen wird.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Lerich, Hain (1), Bittner (2), Kunze (6/4), Rinke (4), Kausch (3), Ninnemann (1), Czaja (6), Hoffmann (5), Zuzanek (3);

Siebenmeter: HVI 4/4, SG Kühnau II 4/3; Zeitstrafen: HVI 2, SG Kühnau II 4.

 

Erste Pflichtaufgabe souverän erfüllt

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Johannes Bittner (am Ball) sieht sich in dieser Szene gleich zwei Spielern des SV Friesen Frankleben, Kreisspieler Sebastian Kausch (links) bietet sich als Anspielstation an. Foto: Ingolf Geßler

Johannes Bittner (am Ball) sieht sich in dieser Szene gleich zwei Spielern des SV Friesen Frankleben, Kreisspieler Sebastian Kausch (links) bietet sich als Anspielstation an. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg hat mit einem 39:27-Sieg über den SV Friesen Frankleben die erste von zwei „Pflichtaufgaben“ bravourös erfüllt.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Zwei Siege hatte Trainer Andreas Simon aus den bevorstehenden Heimspielen gegen den SV Friesen Frankleben und Tabellenschlusslicht SG Kühnau II gefordert, Teil eins dieser Aufgabe wurde von seiner Mannschaft souverän erfüllt. Schon ein Blick auf die Wechselbänke hätte auf den Spielverlauf schließen lassen können: Während beim HVI trotz einiger Ausfälle (Fahrtmann, Ninnemann, Brune) nur ein Platz auf der 14 Spieler langen Kaderliste frei blieb, saßen bei den Friesen lediglich zwei Wechselspieler auf der Bank, davon ein Torwart.

Ähnlich überlegen präsentierten sich die Ilsestädter dann auch auf dem Spielfeld. Bis zum 2:2 konnten die Gäste mithalten, den ersten parierten Siebenmeter von Jan Pesenecker nutzten die Hausherren im Gegenzug zur 4:2-Führung. „In Anbetracht des kleinen Kaders beim Gegner wollten wir ein hohes Tempo gehen, das hat die Mannschaft auch gut umgesetzt“, analysierte HVI-Trainer Andreas Simon. Über Tempogegenstöße wuchs die Führung schnell auf 8:3 an (10.).

Auf Seiten der Gäste war Torjäger Steffen Holzapfel ein ständiger Unruheherd, egal ob mit Schlagwürfen, über Außen oder durch die Mitte. Am Ende traf er mit zehn Toren auch diesmal zweistellig. Dazu gesellten sich einige Nachlässigkeiten in Ilsenburgs Deckung, die eine zwischenzeitlichen 16:10-Führung noch einmal auf vier Tore zusammen schrumpfen ließ (16:12, 20.). Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte zogen die Ilsestädter das Tempo noch einmal an und bauten die Führung über ein 19:12 (23.) zur Pausensirene auf 24:16 aus. Damit war die Partie bereits zur Hälfte der Spielzeit gelaufen.

Probleme zu Beginn der zweiten Halbzeit

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Ilsenburger mit leichten Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. „Die Manndeckung gegen Michael Gohlke, der vor der Pause fast jeden Wurf verwandelt hatte, hätte unseren beweglichen Rückraumspielern eigentlich entgegen kommen müssen. Doch die Räume wurden nicht gut genutzt. Stattdessen haben wir uns immer wieder verzettelt und auch einige Tempogegenstöße leichtfertig vergeben“, schildert Andreas Simon die Anfangsphase der zweiten Halbzeit, in der die Gäste auf 26:21 (38.) verkürzten.

Ab der 40. Minute bekam der HV Ilsenburg das Spiel wieder in den Griff. Die Abwehr mit einem sicheren Steffen Homann zwischen den Pfosten ließ nur wenig zu, zudem vergaben die Franklebener gleich drei Strafwürfe. Über die Stationen 29:21 und 32:23 stand letztlich ein klarer 39:27-Sieg auf der Anzeigetafel. „Schade, dass es wieder einmal nicht mit dem 40. Tor geklappt hat“, trauerte Simon einem vergebenen Siebenmeter von Sebastian Kausch in der Schlussminute hinterher. Nach 38 Toren gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt II näherten sich die Ilsenburger dieser Marke nun schon auf ein Tor an.

„Am Ende war es ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg, bei dem wir immer souverän in Führung lagen“, lobte der Ilsenburger Coach, der es sich in der fairen Partie mit insgesamt nur drei Zeitstrafen sogar leisten konnte, den angeschlagenen Norman Hoffmann auf der Bank zu schonen.

HV Ilsenburg: Homann, Pesenecker - Czaja (6), Rinke (5), Gohlke (10/1), Zuzanek (4), Lerich (1), Kausch (8), Bittner (4), Kunze (1), Hain, Schneider, Hoffmann;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 1 - SV Friesen Frankleben 2; Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/1 - SV Friesen Frankleben 7/3.

 

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