Wer war Klaus Miesner

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Geboren am 11. Dezember 1935 in Magdeburg. Nach dem
Abitur, das er 1954 an der Käthe-Kollwitz-Oberschule erwirbt,
studiert er ab 1957 an der DHfK in Leipzig, kehrte 1961 als Diplom-
Sportlehrer in seine Heimatstadt zurück und unterrichtete
fortan an der Kinder- und Jugend sportschule Sport und
Physik. In dieser Zeit spielt er wieder in seiner alten Mannschaft Lok
Süd ost Handball und wird 1963 mit ihr DDR-Meister. Seit dem
1. Februar 1968 war Klaus Miesner verantwortlicher Trainer
des Handball-Oberligakollektivs der Männer des SC Magdeburg.
Mit diesem Tag beginnt der beispiellos erfolgreichste Weg eines Klubtrainers.
Aufs engste ist der Name Klaus Miesner mit dem Handballsport in der ehemaligen
DDR verknüpft. Einzigartig seine Erfolge mit den SCM-Männern.
Neunmal führte er den SC Magdeburg zum DDR-Meistertitel sowie sieben Silberund
drei Bronzemedaillen. Dreimal wurde er Pokalsieger, viermal stand seine Mannschaft
im Europafinale, unvergessen bleiben die zwei Europapokalsiege 1978 und
1981 im Cup der Landesmeister und der Erfolg in der Europameisterschaft für Vereinsmannschaften
1981. Sternstunden waren auch der Olympiasieg 1980 und die Bronzemedaillen bei den
Weltmeisterschaften 1978 und 1986, an denen er mit seinen Sportlern großen Anteil
hatte. Die Mannschaft konnte unter seiner Leitung 19 Meisterschaftsmedaillen in Folge
erringen. Alles zusammen brachte Klaus Miesner den Ruf eines Meistermachers
ein, der aus oft nur mittelklassigen Spielern mehr machte als andere aus großen Talenten.
Und aus Talenten formte Klaus Miesner Weltklassespieler: Ernst Gerlach,
Günter Dreibrodt, Wolfgang Lakenmacher, Ingolf Wiegert, Wieland Schmidt, Hartmut
Krüger sowie Holger Winselmann, um nur einige zu nennen.
Arbeit und Vorbild sein, hieß das Erfolgskonzept von Klaus Miesner. Er war ein ein -
fühlsamer Pädagoge und überaus bescheidener Mensch, der für den Handball
lebte. Ein Vorbild für viele Trainer, nicht nur in seinem Verein, und er hat wie kein
anderer dem Magdeburger Handball nationalen und internationalen Ruf verschafft.
Ein Herzversagen riss ihn, viel zu früh, am 11. Januar 1989 während eines
Trainings lagers, hier in unmittelbarer Nähe, im Alter von 53 Jahren aus seinem arbeitsreichen
Wirken.
H. Hercke †

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