Was Rio und Ilsenburg heute vereint

Veröffentlicht in Turnier 2016.

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Der SC Magdeburg bekommt es im ersten Turnierspiel gleich mit dem SC DHfK Leipzig zu tun. Da war doch was? Zwei Niederlagen in der Vorsaison, die will der „Club“ vergessen machen. Foto: SC Magdeburg

Der SC Magdeburg bekommt es im ersten Turnierspiel gleich mit dem SC DHfK Leipzig zu tun. Da war doch was? Zwei Niederlagen in der Vorsaison, die will der „Club“ vergessen machen. Foto: SC Magdeburg

 

Alles ist angerichtet für ein erneut großes Handballfest: das Klaus-Miesner-Gedenkturnier beginnt.

Von Maria Kurth

Ilsenburg l Bis Sonntag wird dann in Ilsenburg wieder Handball der Extraklasse geboten. Mit dabei: Vier Bundesligateams, ein slowenisches und ein schwedisches Spitzenteam. Bei den Olympischen Spielen in Rio kämpft die deutsche Handball-Nationalmannschaft heute um den Finaleinzug. Und so gibt es in Sachen Handball in Deutschland heute und auch in den nächsten zwei Tagen wohl nur ein Event, das mehr Beachtung findet als das große Klaus-Miesner-Gedächtnisturnier in Ilsenburg.

Vier Bundesligateams, zwei Spitzenteams aus Slowenien und Schweden - der Kampf um den Harz Energie Cup verspricht wieder einmal Duelle auf hohem Niveau. Die gute Nachricht: Handball-Fans müssen sich nicht entscheiden, „wir haben vor der Halle einen Bildschirm, wo das Halbfinale der Nationalmannschaft mitverfolgt werden kann“, sagt Michael Löwe, Vorsitzender des HV Ilsenburg

Wieder einmal haben er und das eingespielte, 50-köpfige Organisatorenteam in den vergangenen Wochen viel gearbeitet, um dem guten Ruf den Gedenkturniers gerecht zu werden. Immerhin besitzt es eine Ausnahmestellung: „Das Turnier ist seit 27 Jahren das einzige internationale Turnier in Deutschland, das trotz Weltmeister- und Europameisterschaften ununterbrochen stattfindet“, so Löwe.

Und das Turnier steht nicht nur für seine Internationalität, sondern vor allem für Handball der Extraklasse mit Weltklassespielern. In diesem Jahr mit dabei: der SC Magdeburg, MT Melsungen, VfL Gummersbach, DHfK Leipzig sowie Ystads IF und Gorenje Velenje.

„Das Topspiel findet für mich schon am Freitag zwischen dem SC Magdeburg und Leipzig statt“, gibt Löwe seine Prognose ab. „Man muss abwarten, mit welchen Spielern Melsungen anreist. In den meisten Teams fehlen aufgrund der Olympischen Spiele einige Spieler, aber ich denke, die Bundesligisten werden es unter sich ausmachen.“ Zwei Teams übernachten in Ilsenburg, vier in Wernigerode. Das erste Spiel besteitet das slowenische Team Gorenje Velenje und die MT Melsungen heute um 17 Uhr.

Neben den Turnieren in Ehingen und Schneverdingen zählt das Turnier in Ilsenburg zu den bestbesetzten Vorbereitungsturnieren im Olympischen Turnier. Erstmals findet es an drei statt zwei Tagen statt, das garantiert längere Regenerationsphasen und damit ein noch höheres Niveau. Statt der bisher sechs absolvierten Spiele am Sonnabend finden am zweiten Turniertag nur drei Partien statt. Das Finale ist für Sonntag um 15 Uhr angesetzt. Pünktlich also, um im Anschluss gegen 19 Uhr das Olympische Handball-Finale mit hoffentlich deutscher Beteiligung anzusehen.

Der Vorsitzende ließ sich dann doch noch einen Tipp entlocken: „Leipzig ist irgendwie mein Geheimfavorit.“ Zu jenen Geheimfavoriten dürfte auch Ystads IF zählen. Das schwedische Team zählt in seiner Heimat zu den stärksten Teams der Liga und hat wie alle Mannschaften einige Neuzugänge im Gepäck. Der wohl namhafteste Neuzugang dürfte in den Reihen des VfL Gummersbach auflaufen. Mit Kevynn Nyokas konnte der VfL zur neuen Saison einen echten Weltklasse-Rückraumspieler verpflichten.

Mehr als nur ein Geheimfavorit ist der SCM. Als Gastgeber des Turniers haben die Elbestädter nun allerdings schon fünf Jahre in Serie anderen Teams den Vortritt gelassen. 2010 gab es den letzten Sieg. Eine Zeitspanne, die der amtierende DHB-Pokalsieger seit Wettbewerbsbeginn 1989 noch nie ohne Cup-Gewinn verstreichen ließ. Schon zwölf Mal hielten die Magdeburger den Pott in den Händen. Einfach wird es aber auch 2016 nicht, fehlen doch einige Topspieler wie Marko Bejzak, Jannik Green oder Finn Lemke, da sie in Rio zum Einsatz kommen.

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