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Melsungen siegt zum zweiten Mal

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Feierten den Turniersieg beim diesjährigen Miesner-Cup gemeinsam mit ihren Fans: die Spieler der MT Melsungen.Foto: Florian Bortfeldt

Feierten den Turniersieg beim diesjährigen Miesner-Cup gemeinsam mit ihren Fans: die Spieler der MT Melsungen.Foto: Florian Bortfeldt

Das 27.Miesner-Gedenkturnier war erneut ein sportlicher Höhepunkt. Nach 2009 sicherte sich zum zweiten Mal Melsungen den Cup.

Von Florian Bortfeldt

Ilsenburg l Aus sportlicher Sicht haben die Organisatoren alles richtig gemacht. Mit dem SC DHfK Leipzig, dem VfL Gummersbach, Turniersieger MT Melsungen und Pokalverteidiger SC Magdeburg wurden vier namhafte Bundesligisten engagiert. Für das internationale Flair sorgten 2016 Ystads IF aus Schweden sowie das slowenische Team von Gorenje Velenje.

Erstmals ging es an drei Tagen um den Turniersieg, man wollte den Sonnabend, bis 2015 jeweils mit sechs Partien wahrlich „voll gepackt“, entzerren und den Spielern mehr Zeit zur Regeneration geben. An diesem Konzept wird man beim Gastgeber HV Ilsenburg wohl festhalten, denn auch wenn die Organisatoren mehr Aufwand betreiben müssen, letztendlich wird alles etwas entspannter. Der HVI-Vorsitzende Michael Löwe gab zu, dass „die Woche davor und das Wochenende an sich an den Kräften zehren, es aber jedes Jahr viel Spaß macht. Natürlich geht das immer nur gemeinsam, deswegen gilt mein besonderer Dank den ehrenamtlichen Helfern“. Von den 120 Mitgliedern im HV Ilsenburg sind zum Miesner-Cup knapp die Hälfte aktiv an der Durchführung beteiligt. Nach Turnierende am Sonntagabend gab es den obligatorischen Stuhlkreis – die kurze Auswertung. Inklusive Reste-Essen und Bierchen trinken saß so manch einer, der am nächsten Tag frei hatte, noch bis 2 Uhr am Montagmorgen in der Harzlandhalle. „Ich war pünktlich um 19 Uhr weg“, so Löwe, „aus dem Alter bin ich raus“.

Mit Leipzig und Velenje gaben zwei Teams ihr Debüt im Harz. Die Slowenen hatten weniger Glück, kassierten drei Niederlagen, wenngleich das 23:24 gegen Gummersbach knapp war. Die Leipziger sicherten sich bei ihrer Premiere gleich den dritten Platz. Gummersbach blieb mit zwei Niederlagen etwas hinter den Erwartungen, auch wenn das 38:39 gegen Ystads am Freitagabend erst nach Siebenmeterwerfen feststand. „Der VfL musste einige Olympia-Spieler ersetzen“, so Löwe, „das hat sich dann bemerkbar gemacht. Die MT Melsungen dagegen war gut besetzt und hatte darum wohl die meisten Kräfte.“

Der Vierte der abgelaufenen Bundesliga-Saison setzte sich dreimal durch, auch im Finale gegen die „Hausherren“ aus der Elbestadt. SCM-Trainer Bennet Wiegert war mit einer jungen Mannschaft angetreten, führte im Endspiel dennoch knapp mit 14:13. Im zweiten Durchgang probierten die Magdeburger viel, das Angriffsspiel mit sieben Feldspielern ging dabei nicht immer gut. Beide Teams schenkten sich nichts, es ging physisch gut zur Sache. Aber auch handballerisch wurde nicht gegeizt. So schlossen die Müller-Zwillinge einen Kempa-Trick erfolgreich ab, zuvor war Michael Allendorf nach Vuckovic-Zuspiel mit diesem Trick noch an SCM-Keeper Dario Quenstedt gescheitert. In den Schlussminuten durfte für ihn Youngster Florian Link ran, er erntete für einige gute Paraden den Applaus der Zuschauer. Den Schlusspunkt im Finale setzte Johannes Golla mit dem 29:24 für die Nordhessen.

Schirmherr Peter Miesner, ehemalige SCM-Größen wie Harry Jahns, Hartmut Krüger, Ernst Gerlach u.a. mit nach Ilsenburg brachte, nahm abschließend die Siegerehrung vor. Ihm zur Seite standen die Turnier-Sponsoren Dirk Schaper (HarzEnergie), Christian Neuhäuser (Hasseröder) und Dagmar Kupfer als stellvertretende HVI-Vorsitzende sowie Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke.

Auch 2017 soll es eine Auflage geben, HVI-Chef Löwe: „Der Hauptsponsor und Turniermitorganisator Lothar Schacke haben signalisiert, dass es weitergeht. Sobald die Eckdaten für die Saison 2017/18 bekannt sind, werden wir das Ganze auch mit dem SCM koordinieren.“

Das macht den Harzern keiner nach

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Turnier-Manager im Harz: Lothar Schacke.Foto: Florian Bortfeld

Turnier-Manager im Harz: Lothar Schacke.Foto: Florian Bortfeld

Das Klaus-Miesner-Gedenkturnier ist seit 27 Jahren hochkarätig besetzt - auch Dank der "Freundschaftsdienste" von Lothar Schacke.

Von Janette Beck

Magdeburg/Ilsenburg l Nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Das ist nicht nur so einfach dahingesagt, sondern trifft in Bezug auf das traditionelle Klaus-Miesner-Gedenkturnier, das am vergangenen Wochenende sage und schreibe seine 27. Auflage feierte, den Nagel auf den Kopf, wie „Matchmaker“ Lothar Schacke und Michael Löwe, Vorsitzender des ausrichtenden Handballvereins Ilsenburg, der Volksstimme unisono bestätigten.

„Im Prinzip fangen wir wirklich mit Abpfiff des Finals mit den Vorbereitungen auf das nächste Turnier an. Bis Dezember muss das Grundgerüst stehen“, denn der frühe Vogel fange den Wurm – auch und gerade bei solchen Vorbereitungsturnieren im Handball, betont Schacke.

Und der 73-jährige Team-Manager muss es wissen, schließlich nutzt er seit nunmehr 20 Jahren (!) seine hervorragenden Kontakte im In- und Ausland, um die Top-Teams zum stets hochkarätig besetzten Handball-Turnier in den Harz zu locken. Was der grauen Handball-Eminenz („Ich mache seit Jahren nur Handschlag-Verträge und bin nie enttäuscht worden. Und das Miesner-Turnier ist mir aus alter Verbundenheit stets eine Herzensangelegenheit.“) auch in diesem Jahr mit vier Erstligisten aus der „stärksten Liga der Welt“ (Gummersbach, Leipzig, Turniersieger Melsungen und der heimische SC Magdeburg) sowie den zwei Top-Teams aus Schweden (Ystad IF) und Slowenien (Gorenje Velenje) wieder erfolgreich gelungen ist

SCM gewinnt das Prestige-Duell

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Magdeburgs dreifacher Torschütze Alexander Saul (am Ball) setzt sich gegen Lukas Binder und Maximilian Janke (r.) durch. Mit dem Auftaktsieg gegen Leipzig sind der 20-jährige Saul und der SCM der eCup-Verteidigung in Ilsenburg einen Schritt näher gekommen. Foto: SIeglitz

Magdeburgs dreifacher Torschütze Alexander Saul (am Ball) setzt sich gegen Lukas Binder und Maximilian Janke (r.) durch. Mit dem Auftaktsieg gegen Leipzig sind der 20-jährige Saul und der SCM der eCup-Verteidigung in Ilsenburg einen Schritt näher gekommen. Foto: SIeglitz

Von Janette Beck

Der SC Magdeburg hat beim Miesner-Turnier den ersten Schritt zur Cup-Verteidigung gemacht und den Erzrivalen SC DHfK Leipzig besiegt.

Ilsenburg l Die Magdeburger, bei denen überraschend Neuzugang Christian O‘Sullivan nach seiner Knie-Arthoskopie erstmals überhaupt im Aufgebot stand, hatten das Saisoneröffnungsspiel gegen Velenje (29:22) offensichtlich ganz gut weggesteckt: Nach elf Minuten lagen sie mit 5:3 vorn.

Auch nach einer Viertelstunde hielt der SCM in dem sehr leidenschaftlich geführten Prestige-Duell das Zepter in der Hand (8:5). Da jedoch Trainer Bennet Wiegert sein Team wie bei den Testspielen zuvor oft mit sieben Feldspielern agieren ließ, konnte Leipzig dies mit zwei Treffern ins leere Tor zum 10:10-Ausgleich nutzen. Von da an gab es einen offenen Schlagabtausch, so dass zur Halbzeit noch alles offen war.

In der ebenso hartumkämpften zweiten Hälfte (insgesamt elf Zeitstrafen) schenkten sich die Erzrivalen nichts. Leipzig teilte kräftig aus, der in seinen schicken weiß-grünen Auswärtstrikots spielende SCM hielt dagegen (19:19/44.). Zwar zog DHfK-Keeper Milos Putera dem Angriff den ein oder anderen Zahn, aber auch Dario Quenstedt war gut drauf. Ein Zwischenspurt von 23:23 auf 28:23 (52.), u. a. mit einem Doppelschlag von Youngster Justus Kluge, sorgte für die Vorentscheidung zugunsten des Cupverteidigers. Der Jubel der Fans und die eine oder andere Siegerfaust bei den Spielern zeigte, dass es hier um mehr ging, als nur um einen Sieg. Bester Werfer: Fabian van Olphen (7) .

Zum Auftakt hatte der Tabellenvierte der Vorsaison, MT Melsungen, gegen Velenje bereits zur Halbzeit mit 18:10 klare Zeichen gesetzt. Erfolgreichster Schütze beim 35:25-Kantersieg gegen die Slowenen war Rechtsaußen Johannes Sellin (11 Tore). MT-Coach Michael Roth, der auf seine Bestbesetzung zurückgreifen konnte, war mit dem Turnierauftakt zufrieden: „Wir wollten gewinnen und ein gutes Spiel machen. Beides ist uns gelungen. Dennoch stellen wir uns für den Sonnabend auf ein schwereres Spiel mit mehr Gegenwehr ein.“

Übrigens: Der 54-Jährige hatte auf den SCM als Sieger Duells gegen Leipzig getippt: „Ich tippe auf einen Magdeburger Sieg mit drei Toren. Aber weil ich eigentlich keine Ahnung habe vom Handball, wird bestimmt Leipzig mit einem Tor gewinnen“, sagte Roth mit einem Augenzwinkern.

Was Rio und Ilsenburg heute vereint

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Der SC Magdeburg bekommt es im ersten Turnierspiel gleich mit dem SC DHfK Leipzig zu tun. Da war doch was? Zwei Niederlagen in der Vorsaison, die will der „Club“ vergessen machen. Foto: SC Magdeburg

Der SC Magdeburg bekommt es im ersten Turnierspiel gleich mit dem SC DHfK Leipzig zu tun. Da war doch was? Zwei Niederlagen in der Vorsaison, die will der „Club“ vergessen machen. Foto: SC Magdeburg

 

Alles ist angerichtet für ein erneut großes Handballfest: das Klaus-Miesner-Gedenkturnier beginnt.

Von Maria Kurth

Ilsenburg l Bis Sonntag wird dann in Ilsenburg wieder Handball der Extraklasse geboten. Mit dabei: Vier Bundesligateams, ein slowenisches und ein schwedisches Spitzenteam. Bei den Olympischen Spielen in Rio kämpft die deutsche Handball-Nationalmannschaft heute um den Finaleinzug. Und so gibt es in Sachen Handball in Deutschland heute und auch in den nächsten zwei Tagen wohl nur ein Event, das mehr Beachtung findet als das große Klaus-Miesner-Gedächtnisturnier in Ilsenburg.

Vier Bundesligateams, zwei Spitzenteams aus Slowenien und Schweden - der Kampf um den Harz Energie Cup verspricht wieder einmal Duelle auf hohem Niveau. Die gute Nachricht: Handball-Fans müssen sich nicht entscheiden, „wir haben vor der Halle einen Bildschirm, wo das Halbfinale der Nationalmannschaft mitverfolgt werden kann“, sagt Michael Löwe, Vorsitzender des HV Ilsenburg

Wieder einmal haben er und das eingespielte, 50-köpfige Organisatorenteam in den vergangenen Wochen viel gearbeitet, um dem guten Ruf den Gedenkturniers gerecht zu werden. Immerhin besitzt es eine Ausnahmestellung: „Das Turnier ist seit 27 Jahren das einzige internationale Turnier in Deutschland, das trotz Weltmeister- und Europameisterschaften ununterbrochen stattfindet“, so Löwe.

Und das Turnier steht nicht nur für seine Internationalität, sondern vor allem für Handball der Extraklasse mit Weltklassespielern. In diesem Jahr mit dabei: der SC Magdeburg, MT Melsungen, VfL Gummersbach, DHfK Leipzig sowie Ystads IF und Gorenje Velenje.

„Das Topspiel findet für mich schon am Freitag zwischen dem SC Magdeburg und Leipzig statt“, gibt Löwe seine Prognose ab. „Man muss abwarten, mit welchen Spielern Melsungen anreist. In den meisten Teams fehlen aufgrund der Olympischen Spiele einige Spieler, aber ich denke, die Bundesligisten werden es unter sich ausmachen.“ Zwei Teams übernachten in Ilsenburg, vier in Wernigerode. Das erste Spiel besteitet das slowenische Team Gorenje Velenje und die MT Melsungen heute um 17 Uhr.

Neben den Turnieren in Ehingen und Schneverdingen zählt das Turnier in Ilsenburg zu den bestbesetzten Vorbereitungsturnieren im Olympischen Turnier. Erstmals findet es an drei statt zwei Tagen statt, das garantiert längere Regenerationsphasen und damit ein noch höheres Niveau. Statt der bisher sechs absolvierten Spiele am Sonnabend finden am zweiten Turniertag nur drei Partien statt. Das Finale ist für Sonntag um 15 Uhr angesetzt. Pünktlich also, um im Anschluss gegen 19 Uhr das Olympische Handball-Finale mit hoffentlich deutscher Beteiligung anzusehen.

Der Vorsitzende ließ sich dann doch noch einen Tipp entlocken: „Leipzig ist irgendwie mein Geheimfavorit.“ Zu jenen Geheimfavoriten dürfte auch Ystads IF zählen. Das schwedische Team zählt in seiner Heimat zu den stärksten Teams der Liga und hat wie alle Mannschaften einige Neuzugänge im Gepäck. Der wohl namhafteste Neuzugang dürfte in den Reihen des VfL Gummersbach auflaufen. Mit Kevynn Nyokas konnte der VfL zur neuen Saison einen echten Weltklasse-Rückraumspieler verpflichten.

Mehr als nur ein Geheimfavorit ist der SCM. Als Gastgeber des Turniers haben die Elbestädter nun allerdings schon fünf Jahre in Serie anderen Teams den Vortritt gelassen. 2010 gab es den letzten Sieg. Eine Zeitspanne, die der amtierende DHB-Pokalsieger seit Wettbewerbsbeginn 1989 noch nie ohne Cup-Gewinn verstreichen ließ. Schon zwölf Mal hielten die Magdeburger den Pott in den Händen. Einfach wird es aber auch 2016 nicht, fehlen doch einige Topspieler wie Marko Bejzak, Jannik Green oder Finn Lemke, da sie in Rio zum Einsatz kommen.

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