Johannes BIttner steuerte auf ungewohnter Position als Rechtsaußen sechs Treffer zum hohen Sieg gegen Köthen bei. Foto: Ingolf Geßler
Johannes BIttner steuerte auf ungewohnter Position als Rechtsaußen sechs Treffer zum hohen Sieg gegen Köthen bei. Foto: Ingolf Geßler 

Ilsenburg l  Mit einem klaren 42:23-Erfolg über die HG 85 Köthen II rückten die Schwarz-Gelben bis auf einen Punkt an den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz heran. Schon mehrfach hat der HV Ilsenburg unter der Regie von Trainer Andreas Simon die „40-Tore-Marke“ knapp verpasst. Letzte Saison wurden zwei Gegnern 39 Tore eingeschenkt, diese Serie waren es 37 Tore gegen Calbe II und 36 bei Anhalt Bernburg II. Am Sonntag hat es nun endlich gereicht, mit dem 42:23-Sieg über die HG 85 Köthen II war der Mannschaft die versprochene „Kiste“ vom Coach sicher.

Der hohe Sieg war aber auch dem stark ersatzgeschwächten Gegner geschuldet, die Köthener Reserve musste auf zahlreiche Stamkräfte verzichten und hatte lediglich einen Keeper und einen Feldspieler auf der Bank. Der Start verlief noch etwas holprig, doch spätestens mit dem 4:2 (8.) durch Eric Kunze nach maßgenauem Pass des Keepers kam der HVI-Express ins Rollen. Über die Stationen 7:4 (15.) und 12:6 (20.) wuchs der Vorsprung bereits zur Pausensirene (20:11) auf neun Tore an.

Michael Gohlke überragt

„Schon früh hat sich abgezeichnet, dass es eine klare Angelegenheit wird. So haben wir die Gelegenheit genutzt, eine offensiver ausgelegte 6:0-Deckung, die wir im Training einstudiert haben, auszuprobieren. Phasenweise funktionierte das schon sehr gut“, so Andreas Simon. „Zudem bekamen alle Spieler ihren Einsatzzeiten, auch Keeper Istvan Lengyel spielte eine komplette Halbzeit. Bis auf den angeschlagenen Norman Hoffmann trugen sich alle in die Torschützenliste ein“, fügte der HVI-Coach hinzu. Hervorzuheben war Michael Gohlke mit 13 Treffern, auch Johannes Bittner lieferte auf ungewohnten Position als Rechtsaußen mit sechs Treffern eine starke Vorstellung ab.

So stellte sich auch nach Wiederanpfiff nur die Frage nach der Höhe des Sieges – und nach der „40-Tore-Marke“. Die Ilsenburger hielten das Tempo bis zum Schluss hoch, bauten die Führung kontinuierlich aus. Die Gäste mussten nach einer Roten Karte (dritte Zeitstrafe) fast zehn Minuten ohne Wechselspieler auskommen. Knapp drei Minuten vor dem Ende war es schließlich Sebastian Kausch, der mit seinem siebten Tor die „40“ voll machte. Per Siebenmeter zum 42:23 setzte Michael Gohlke den Schlusspunkt unter das ungleiche Duell.

Statistik

HV Ilsenburg: Hohmann, Lengyel - Gohlke (13/4), Zuzanek (4), Rinke (6), Bittner (6), Kausch (7), Kunze (3), Kays (2), Hoffmann, Hain (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 5 - HG 85 Köthen II 5 + Rote Karte gegen Joey Schimmelpfenig (dritte Zeitstrafe, 51.);

Siebenmeter: HV Ilsenburg 4/4 - HG 85 Köthen II 2/2.